171 Kommunen bündeln Einkaufsmacht: 100.000 Euro je Löschfahrzeug gespart
Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.
171 bayerische Kommunen haben sich zu einer Sammelbestellung für Löschfahrzeuge zusammengeschlossen. Jede beteiligte Gemeinde zahlt weniger als 500.000 Euro pro Fahrzeug. Einzeln hätten die Kommunen jeweils mehr als 600.000 Euro aufwenden müssen. Der Landesfeuerwehrverband Bayern koordiniert das Verfahren.
Europaweite Ausschreibung für das LF 10
Das Fahrzeug im Mittelpunkt der Aktion ist das Löschgruppenfahrzeug LF 10, das zur Standardausstattung vieler bayerischer Freiwilliger Feuerwehren gehört. Der Landesfeuerwehrverband hat dafür eine europaweite Ausschreibung durchgeführt. Solche Verfahren sind bei öffentlichen Aufträgen ab bestimmten Schwellenwerten vorgeschrieben.
Wer viele Fahrzeuge auf einmal bestellt, kann mit Herstellern bessere Konditionen aushandeln. Die bayerischen Kommunen haben dieses Prinzip nun gezielt genutzt.
Ersparnisse in zweistelliger Millionenhöhe möglich
Bei 171 beteiligten Kommunen und einer Ersparnis von jeweils mindestens 100.000 Euro pro Fahrzeug ergibt sich ein Gesamtvolumen von mehr als 17 Millionen Euro. Auch die Kosten für individuelle Ausschreibungen entfallen für die teilnehmenden Gemeinden, denn jede hätte sonst ein eigenes Vergabeverfahren durchführen müssen.
Die CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag hat auf das Ergebnis hingewiesen. Das Projekt gilt als Modellfall für kommunale Beschaffungskooperation in Bayern.
Landesfeuerwehrverband als Koordinator
Der Landesfeuerwehrverband Bayern hat das Projekt als sein zentrales Vorhaben eingestuft. Bereits vor der abschließenden Bestellung lagen dem Verband fast 260 Interessensbekundungen von Städten und Gemeinden vor. Nicht alle Interessenten sind letztlich in die Bestellung eingestiegen.
Der Verband bündelt den Bedarf, organisiert das Ausschreibungsverfahren und sorgt für rechtssichere Vergabe. Kleinen Kommunen fehlt dafür oft das Personal.
Modell mit Potenzial für andere Bereiche
Feuerwehrfahrzeuge sind teuer und müssen regelmäßig ersetzt werden. Das Sammelbeschaffungsverfahren lässt sich grundsätzlich auf andere Fahrzeugtypen oder Ausrüstungsgegenstände übertragen. Ob der Landesfeuerwehrverband ähnliche Projekte plant, ist derzeit nicht bekannt.
Fazit
Bei 171 beteiligten Kommunen und mehr als 17 Millionen Euro Ersparnis zeigt die Sammelbestellung, was gemeinschaftliche Beschaffung leisten kann. Für den kommunalen Haushalt rechnet sich das deutlich.



