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33 Galeria-Standorte wackeln: Fünf davon in Bayern

Galeria prüft bundesweit 33 Standorte auf ihre Zukunftsfähigkeit. Fünf dieser Filialen befinden sich in Bayern. Der Ausgang der laufenden Mietverhandlungen entscheidet darüber, ob die Häuser geöffnet bleiben oder schließen.

Mietverhandlungen als letzter Ausweg

Galeria will mit den Vermietern der betroffenen Standorte über zwei Punkte sprechen: Mietkonditionen und Flächenanpassungen. Das Unternehmen sucht niedrigere Mieten oder kleinere Flächen, um die Betriebskosten zu senken. Scheitern die Gespräche, droht einzelnen Filialen die Schließung.

Endgültige Entscheidungen sind noch nicht gefallen. Das Unternehmen betont, dass die Verhandlungen offen sind. Die Unsicherheit für die Beschäftigten an den betroffenen Standorten wächst.

Bayern besonders betroffen

Fünf bayerische Filialen stehen auf der Liste der 33 zu prüfenden Standorte. Welche Städte genau betroffen sind, hat Galeria bisher nicht vollständig kommuniziert. Bundesweit ist Nordrhein-Westfalen am stärksten betroffen: Dort stehen sieben Filialen auf dem Prüfstand.

Die betroffenen Filialen befinden sich meist in Innenstadtlagen mit hohen Mietpreisen.

Auslaufende Mietverträge erhöhen den Druck

Ein Teil des Problems sind auslaufende Mietverträge. Bei mehreren Standorten enden die Verträge in absehbarer Zeit. Galeria nutzt diese Gelegenheit, um über neue Konditionen zu verhandeln. Gelingt das nicht, verlieren manche Häuser ihre wirtschaftliche Grundlage.

Das betrifft auch bayerische Standorte. Vermieter stehen unter Druck, weil leerstehende Großimmobilien in Innenstädten schwer zu vermarkten sind. Das verschafft Galeria eine gewisse Verhandlungsmacht.

Galeria: Eine Kette in der Dauerkrise

Galeria hat in den vergangenen Jahren mehrere Insolvenzverfahren durchlaufen. Das Unternehmen, das aus der Fusion von Karstadt und Kaufhof entstanden ist, kämpft seit Jahren mit strukturellen Problemen. Der Onlinehandel verdrängt den stationären Einzelhandel. Große Warenhausflächen sind teuer und schwer rentabel zu betreiben.

Nach der letzten Insolvenz wurde das Filialnetz bereits deutlich verkleinert. Dutzende Standorte wurden geschlossen, Tausende Arbeitsplätze fielen weg. Nun droht eine weitere Konsolidierungswelle.

Folgen für den Einzelhandel in den Innenstädten

Galeria-Filialen sind oft Anker für ganze Einkaufsstraßen. Schließt ein solches Haus, sinken Passantenfrequenzen und Leerstände breiten sich aus. Städte wie Augsburg, Würzburg oder Nürnberg kennen diesen Effekt bereits aus früheren Schließungswellen.

Manche Kommunen suchen aktiv nach Nachnutzungskonzepten für große Handelsflächen. Wohnraum, Kulturflächen oder gemischte Nutzungen sind mögliche Alternativen. Solche Umbauprozesse dauern jedoch Jahre.

Entscheidung fällt in den Verhandlungsräumen

Die Zukunft von fünf bayerischen Galeria-Filialen hängt von den Verhandlungen ab. Können Galeria und die Vermieter tragfähige Kompromisse finden, bleiben die Häuser offen. Scheitern die Gespräche, drohen weitere Schließungen und Jobverluste. Die nächsten Wochen werden zeigen, welche Standorte eine Zukunft haben.

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