Gesundheit

Apothekenstreik in Bayern: Notversorgung am Montag gesichert

Wer am Montag in Bayern eine Apotheke aufsuchen will, steht vielerorts vor verschlossenen Türen. Viele Apotheken beteiligen sich an einem Protesttag. Die Versorgung mit Medikamenten ist dennoch nicht unterbrochen.

Warum bleiben Apotheken geschlossen?

Bayerische Apotheken protestieren mit dem Schließungstag gegen die aktuelle Gesundheitspolitik. Im Mittelpunkt steht die wirtschaftliche Lage der Branche. Apotheker beklagen seit Jahren sinkende Honorare und steigende Betriebskosten. Der Verband der bayerischen Apotheker sieht die Grundversorgung der Bevölkerung gefährdet. Viele kleine Apotheken, besonders im ländlichen Raum, kämpfen ums Überleben.

Die Zahl der Apotheken in Deutschland ist in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Dieser Trend setzt sich fort. Der Protesttag soll auf dieses Problem öffentlich aufmerksam machen.

Notdienst sichert die Grundversorgung

Auch an einem Schließungstag gilt: Die Notfallversorgung bleibt aufrechterhalten. In Bayern ist per Gesetz geregelt, dass stets eine Notdienstapotheke in erreichbarer Nähe geöffnet sein muss. Welche Apotheke in der jeweiligen Region Dienst hat, lässt sich auf verschiedenen Wegen herausfinden.

Notdienst-Finder im Internet und per Telefon

Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände betreibt einen offiziellen Notdienst-Finder. Über die Website apothekennotdienst.de können Nutzer ihre Postleitzahl eingeben. Die nächste geöffnete Notdienstapotheke wird dann angezeigt. Alternativ ist die kostenlose Telefonnummer 0800 00 22 833 rund um die Uhr erreichbar. Sie liefert ebenfalls Auskunft über den nächsten Notdienst.

Hinweisschilder an geschlossenen Apotheken

Jede geschlossene Apotheke ist gesetzlich verpflichtet, einen Aushang anzubringen. Dieser nennt die nächste diensthabende Apotheke mit Adresse. Ein kurzer Blick auf die Eingangstür genügt also. Diese Pflicht gilt auch am Protesttag.

Online-Apotheken als Alternative

Wer nicht dringend auf ein Medikament angewiesen ist, kann auf zugelassene Online-Apotheken zurückgreifen. Für rezeptfreie Präparate ist die Bestellung einfach und legal möglich. Lieferzeiten betragen in der Regel ein bis zwei Werktage. Für verschreibungspflichtige Medikamente gilt: Ein gültiges Rezept ist zwingend erforderlich. Die Lieferung auf Rezept ist ebenfalls möglich, dauert aber entsprechend länger.

Was tun bei verschreibungspflichtigen Medikamenten?

Wer auf rezeptpflichtige Medikamente angewiesen ist, sollte rechtzeitig planen. Hausärzte können in dringenden Fällen auch telefonisch erreichbar sein. Für echte Notfälle ist der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Nummer 116 117 zuständig. Dieser ist ebenfalls rund um die Uhr erreichbar. Im lebensbedrohlichen Notfall bleibt der Notruf 112 die richtige Anlaufstelle.

Fazit

Der Protesttag bayerischer Apotheken trifft Patienten kurzfristig, legt aber die Grundversorgung nicht lahm. Notdienstapotheken, der offizielle Notdienst-Finder und der ärztliche Bereitschaftsdienst sichern die Versorgung ab. Wer vorausschauend handelt und Medikamente rechtzeitig besorgt, umgeht Engpässe. Die Apotheker hingegen senden mit dem Aktionstag ein deutliches Signal nach Berlin: Die wirtschaftliche Lage der Branche ist ernst.

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