Fischerei

Bartelt räumt Posten: Bayerns Fischereiverband sucht Neustart

Axel Bartelt ist nicht mehr Präsident des Landesfischereiverbands Bayern. Der Verbandschef trat mit sofortiger Wirkung zurück, bevor ihn die Mitglieder formell aus dem Amt hätten abberufen können. Präsidium und Delegierte der Bezirksverbände begrüßten den Schritt einmütig.

Rücktritt kurz vor der Abberufung

Die Situation im Landesfischereiverband hatte sich in den vergangenen Wochen deutlich zugespitzt. Die Unzufriedenheit mit Bartelt wuchs im Verband spürbar. Eine Abberufung stand offenbar unmittelbar bevor. Bartelt zog die Konsequenzen und legte das Amt nieder.

Gegenüber Medien beschrieb Bartelt seinen Schritt als bewusste Entscheidung für den Verband. Er bezeichnete den Rücktritt als letzten Dienst, den er dem Landesfischereiverband erweisen könne. Der Vorgang habe ihn menschlich erschüttert, sagte er.

Hans Holler, Präsident des Oberpfälzer Fischereiverbands, erfuhr am Freitagabend von Bartelts öffentlichem Schritt. Er begrüßte den Rücktritt ausdrücklich. Ziel sei es, weiteren Schaden vom Verband abzuwenden, sagte Holler.

Vizepräsidenten übernehmen Führung

Der Landesfischereiverband Bayern hat derzeit keinen gewählten Präsidenten. Bis auf Weiteres übernehmen die beiden Vizepräsidenten die Geschäfte. Willi Ruff und Alfred Stier führen den Verband kommissarisch. Wann eine Neuwahl stattfindet, ist offen.

Der Verband vertritt die Interessen der Berufsfischer und Freizeitangler in Bayern und ist eine wichtige Stimme in der bayerischen Fischereipolitik. Interne Querelen dieser Dimension sind für den Verband ungewöhnlich.

Vorwürfe gegen die CSU

Bartelt äußerte sich auch zu den Hintergründen des Konflikts. Er sieht eine Intrige der CSU hinter seinem Sturz und nannte dazu Details öffentlich. Eine Reaktion der CSU auf diese Aussagen war zunächst nicht bekannt.

Die Mitgliederversammlung in München begrüßte den Abgang des Präsidenten. Die Delegierten der Bezirksverbände stimmten dem Rücktritt geschlossen zu.

Verband steht vor Neuordnung

Nach dem Rücktritt von Axel Bartelt führen Ruff und Stier den laufenden Betrieb kommissarisch weiter. Der Verband braucht jedoch bald eine neu gewählte Spitze. Wie schnell das gelingt, hängt davon ab, wie gut die internen Gräben überbrückt werden können.

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