Baustellen legen Strecke München–Füssen einen Monat lahm
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Vier Wochen Bauarbeiten, eine gesperrte Hauptstrecke: Ab dem 5. September 2026 kommt es auf der Verbindung München–Buchloe–Füssen zu Zugausfällen und Verspätungen. Die Deutsche Bahn führt auf diesem Abschnitt Baumaßnahmen durch. Pendler und Urlaubsreisende sind betroffen.
Einmonatige Behinderungen auf der Allgäu-Verbindung
Die Strecke von München über Buchloe nach Füssen gehört zu den meistgenutzten Regionalverbindungen im südlichen Bayern. Sie erschließt das Allgäu und ist für viele Berufspendler täglich unverzichtbar. Bis zum 4. Oktober müssen Fahrgäste mit eingeschränktem Betrieb rechnen.
Die Deutsche Bahn hat die geplanten Bauarbeiten angekündigt. Konkrete Umleitungen und Schienenersatzverkehr sollen die Ausfälle abfedern. Reisende sollten vor Abfahrt die aktuellen Fahrplanänderungen prüfen.
Gleichzeitig Bauarbeiten in München-Pasing
Zur gleichen Zeit laufen weitere Baumaßnahmen im Knotenbahnhof München-Pasing. Die Deutsche Bahn modernisiert dort 23 Weichen. Während der Arbeiten stehen weniger Gleise zur Verfügung, was sich auf die S-Bahn-Stammstrecke, den Regionalverkehr und den Fernverkehr auswirkt.
Mitte September folgt der letzte Bauabschnitt der Schwellenerneuerung in München-Pasing. Für Fahrgäste bedeutet das mehr Planungsaufwand und längere Reisezeiten.
Bayerisches Schienennetz unter Druck
Die aktuellen Baumaßnahmen fallen in eine Phase, in der das bayerische Schienennetz stark beansprucht ist. Die Zahl der sogenannten Langsamfahrstellen ist innerhalb eines halben Jahres von rund 100 auf etwa 120 gestiegen. Auf 45 Linien kann deshalb nicht mehr nach dem regulären Fahrplan gefahren werden.
Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter hat die Situation öffentlich kritisiert. Der Freistaat zahlt jährlich mehr als 900 Millionen Euro Trassenentgelte im Nahverkehr. Bernreiter warnt davor, die Sanierung großer Hochleistungskorridore auf Kosten der Regionalstrecken voranzutreiben.
Infrastruktur: Investitionen kommen nicht überall an
Das Missverhältnis zwischen gezahlten Entgelten und der tatsächlichen Streckenqualität sorgt in Bayern für politischen Unmut. Verbindungen abseits der großen Städte sind von maroder Infrastruktur besonders betroffen. Die Strecke nach Füssen ist ein konkretes Beispiel dafür.
Die Deutsche Bahn betont, dass die laufenden Bauarbeiten notwendige Modernisierungen sind. Sanierungen erfordern jedoch Betriebsunterbrechungen. Für Fahrgäste ohne Pkw-Alternative gibt es in dieser Zeit kaum bequeme Optionen.
Pendler sollten Alternativen prüfen
Wer in den nächsten Wochen zwischen München und dem Allgäu unterwegs ist, muss mit erheblichen Einschränkungen rechnen. Die Bauarbeiten laufen bis zum 4. Oktober. Pendler sollten frühzeitig alternative Routen oder Verkehrsmittel einplanen. Die politische Debatte über den Zustand des bayerischen Schienennetzes geht derweil weiter.



