Energiewirtschaft

Bayern im September 2026: Zu warm, zu trocken, zu sonnig

Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.

Der September 2026 hat in Bayern und ganz Deutschland außergewöhnliche Wetterwerte gebracht. Der Deutsche Wetterdienst meldet nach vorläufigen Auswertungen: Der Monat war ungewöhnlich warm, extrem trocken und außergewöhnlich sonnig. Für Bayern war es laut DWD der sonnigste September seit 1951.

Extreme Trockenheit in Bayern

Bayern kam im September 2026 auf rund 36 Liter pro Quadratmeter Niederschlag. Das Klimamittel liegt bei 72 Litern pro Quadratmeter. Der Freistaat erreichte damit nur knapp die Hälfte des üblichen Wertes. Deutschlandweit fiel der Niederschlag mit knapp 40 Litern pro Quadratmeter ebenfalls deutlich zu gering aus. Das entspricht etwa 34 Prozent weniger als im Referenzzeitraum 1961 bis 1990.

Besonders ausgeprägt war die Niederschlagsarmut im Südwesten Deutschlands. Der Norden zeigte sich dagegen nasser als der Rest des Landes. Für die Schifffahrt auf dem Rhein hat die anhaltende Trockenheit bereits spürbare Folgen.

Wärme bis zum Monatsende

Der Monat verlief in Bayern alles andere als gleichmäßig. Auf eine erste Hitzephase folgte ein markanter Temperaturrückfall mit Frost, danach kam eine Wärmephase zum Monatsende. Diesen warmen Monatsausklang stuft der DWD als außergewöhnliches Witterungsereignis ein. München verzeichnete dabei einen Spitzenwert bei den Temperaturen.

Deutschlandweit zählt der September 2026 zu den zehn wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881. Diese Einordnung basiert auf den vorläufigen Auswertungen des DWD mit Sitz in Offenbach.

Rekordverdächtige Sonnenstunden

Auch bei der Sonnenscheindauer setzte der September 2026 Maßstäbe. Für Bayern registrierte der DWD den sonnigsten September seit 75 Jahren, bundesweit gilt der Monat als außergewöhnlich sonnig. Photovoltaikanlagen in Bayern profitierten von der langen Sonnenscheindauer. Die Stromeinspeisung aus Solaranlagen dürfte im September 2026 überdurchschnittlich hoch ausgefallen sein.

Folgen für die Energiewirtschaft

Starke Sonneneinstrahlung steigert die Solarstromerzeugung, anhaltende Trockenheit belastet dagegen die Wasserstände in Flüssen. Niedrige Pegelstände schränken den Betrieb von Laufwasserkraftwerken ein und behindern den Transport von Kohle und anderen Energieträgern auf dem Wasserweg.

Für Laufwasserkraftwerke an Isar, Inn und Donau können lang anhaltende Trockenphasen die Erzeugungskapazität spürbar verringern. Bayerische Energieversorger beobachten die Entwicklung der Pegelstände deshalb aufmerksam.

Fazit

Der September 2026 war kein gewöhnlicher Herbstmonat. Extreme Trockenheit, rekordverdächtige Sonnenstunden und eine ungewöhnliche Wärmephase zum Monatsende kennzeichnen die Bilanz. Für die Energiewirtschaft in Bayern bedeutet das hohe Solarerträge, aber auch Risiken durch sinkende Wasserstände. Der DWD wertet die Daten weiter aus. Endgültige Zahlen folgen nach Abschluss der vollständigen Auswertung.

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