Agrar

Bayerns Dürre: Ernten schrumpfen, Pegel sinken

Bayern kämpft mit extremer Trockenheit. Der Winter 2025/26 brachte laut Umweltbundesamt nur rund 135 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Das entspricht etwa 71 Prozent des langjährigen Durchschnitts. Die Böden sind vielerorts ausgedörrt, bevor der Sommer richtig begonnen hat.

Landwirtschaft unter Druck

Bayerns Bauern blicken mit Sorge auf ihre Felder. Kaum Regen, dazu stetiger Wind und hohe Temperaturen: Die Kombination zehrt an den Erntemengen. Ein Experte des Bayerischen Bauernverbandes warnte bereits, dass bei manchen Betrieben die Grundfutterversorgung knapp werden könnte.

Besonders betroffen sind Regionen mit sandigen Böden. Sie speichern Wasser schlechter als schwere Lehmböden. Fällt über Wochen kein Regen, trocknen diese Flächen rasch aus. Grünland leidet besonders früh und besonders stark.

In Teilen Oberbayerns und des Oberallgäus blieb es in vergangenen Trockenphasen teils über 30 Tage am Stück ohne Niederschlag. Klimawissenschaftler zeigten sich damals überrascht von der Intensität. Solche Phasen könnten sich wiederholen.

Niedrige Pegel, kleine Brände

Die Trockenheit zeigt sich auch an Bayerns Gewässern. Flüsse und Seen führen wenig Wasser. Schmelzwasser aus den Alpen fehlt als Ausgleich. Kleine Brände in Wäldern und auf Feldern häufen sich. Gärten und Parks vertrocknen sichtbar.

Wälder besonders gefährdet

Anhaltende Niederschlagsdefizite setzen Bayerns Wälder unter Stress. Je länger eine Trockenperiode dauert, desto anfälliger werden die Bäume. Schädlinge wie der Borkenkäfer nutzen geschwächte Bäume leichter aus. Fichten sterben flächenweise ab.

Selbst Baumarten, die als trockenheitsresistenter gelten, stoßen an ihre Grenzen. Forschungen zeigen, dass sogar an Trockenheit angepasste Gras- und Buschlandschaften unter extremen Dürrebedingungen aus dem Gleichgewicht geraten.

Flora und Fauna unter Stress

Tiere verlieren Lebensraum und Nahrungsquellen. Feuchtgebiete trocknen aus. Amphibien finden keine geeigneten Laichgewässer mehr. Insekten, die auf feuchte Wiesen angewiesen sind, verschwinden aus betroffenen Gebieten.

Historische Dimension der Dürre

Bayerns Trockenheit hat historisches Ausmaß. Meteorologen sprechen von Zuständen, wie sie seit 140 Jahren nicht mehr gemessen wurden. Der Deutsche Wetterdienst registrierte in einigen Regionen in zehn Wochen nur 40 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Das ist für landwirtschaftliche Flächen bei weitem nicht ausreichend.

Vereinzelte Schauer und Gewitter bringen kurzfristige Entlastung. An der Gesamtlage ändern sie wenig. Flächendeckender, anhaltender Regen fehlt. Ohne ihn erholen sich die Böden kaum.

Fazit

Bayern steckt in einer ernsthaften Dürrekrise. Landwirte, Förster und Naturschützer spüren die Folgen bereits deutlich. Kurzfristige Regenfälle reichen nicht, um das Defizit auszugleichen. Der Freistaat braucht nachhaltige Strategien im Umgang mit Wasserknappheit. Wasserrückhalt in der Fläche und angepasste Anbaumethoden rücken dabei in den Fokus.

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