Bayerns Spargelsaison: Erste Stangen gestochen, April bringt Hochbetrieb
Bayern gehört zu den wichtigsten Spargelregionen Deutschlands. Nun haben die ersten Bauern im Freistaat ihre Felder geöffnet und die ersten weißen Stangen aus der Erde gezogen. Der offizielle Saisonstart liegt damit früher als in manchen Jahren zuvor. Der April bringt dann den eigentlichen Hochbetrieb auf den Feldern.
Frühstart auf dem Feld
Spargel braucht Wärme im Boden. Steigt die Erdtemperatur auf etwa acht bis zehn Grad Celsius, beginnt das Wachstum der Triebe. Manche Betriebe setzen zusätzlich auf schwarze Folien oder Folientunnel. Diese Abdeckungen heizen den Boden schneller auf. So lässt sich der Erntebeginn um Wochen vorziehen.
In der Region rund um Schrobenhausen in Oberbayern liegt eines der bekanntesten Spargelanbaugebiete Bayerns. Dort beginnt die Ernte traditionell früh. Die Nachfrage ist von Anfang an groß.
April als entscheidender Monat
Der April ist für die bayerischen Spargelbauern das Herzstück der Saison. Dann wächst das Gemüse bei günstiger Witterung besonders schnell. Auf manchen Feldern müssen die Stangen täglich gestochen werden. Sonst schießen sie über die gewünschte Länge hinaus.
Der Erntedruck verlangt viel Personal. Viele Betriebe beschäftigen saisonale Arbeitskräfte aus dem Ausland. Ohne diese Helfer wäre die Ernte auf vielen Höfen kaum zu bewältigen.
Wetter entscheidet über Menge und Qualität
Kältere Nächte bremsen das Wachstum. Zu viel Regen kann die Stangen beschädigen. Trockenheit hingegen stresst die Pflanzen. Landwirte beobachten die Wettervorhersagen deshalb täglich genau. Ein guter April mit gemäßigten Temperaturen und ausreichend Feuchtigkeit ist für eine gute Ernte entscheidend.
Bayerischer Spargel als Marke
Bayerischer Spargel genießt einen guten Ruf beim Verbraucher. Direktvermarkter, Wochenmärkte und der Lebensmitteleinzelhandel setzen auf regionale Herkunft. Das Argument der kurzen Transportwege spielt beim Kauf eine Rolle.
Die Saison endet traditionell am 24. Juni, dem Johannistag. Bis dahin haben die Pflanzen dann genug Energie gesammelt, um sich für das nächste Jahr zu erholen. Dieses Datum halten die meisten Erzeuger konsequent ein.
Konkurrenz aus dem Ausland
Bayerische Betriebe stehen im Wettbewerb mit Importware aus Griechenland, Spanien und Peru. Gerade zu Saisonbeginn, wenn die heimischen Mengen noch gering sind, drückt ausländischer Spargel auf den Preis. Im April, wenn die deutschen Erntemengen steigen, verbessert sich die Lage für die Bauern.
Fazit
Die bayerische Spargelsaison hat begonnen. Die ersten Stangen liegen bereits im Handel. Der eigentliche Schwung kommt im April. Dann entscheiden Wetter, Personal und Marktpreise darüber, wie erfolgreich das Jahr für die Erzeuger im Freistaat wird.