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BayWa Bau- und Gartenmärkte pleite: 1.300 Jobs in Bayern bedroht

Die Baumarktbranche in Bayern steht unter Druck. Die BayWa Bau- und Gartenmärkte GmbH hat Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen gehört zur Hellweg-Gruppe, die ebenfalls zahlungsunfähig ist. Rund 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Bayern und Baden-Württemberg bangen nun um ihre Stellen.

46 Standorte in Süddeutschland betroffen

Die BayWa Bau- und Gartenmärkte betreiben 46 Filialen, vorwiegend in Bayern und Baden-Württemberg. Darunter befindet sich auch ein Standort in Bad Kissingen in Franken. Alle Märkte bleiben vorerst geöffnet. Der laufende Betrieb wird aufrechterhalten.

Die Insolvenz wurde als sogenannte Eigenverwaltung beantragt. Das bedeutet: Die Geschäftsführung behält zunächst die Kontrolle über das Unternehmen. Ein gerichtlich bestellter Sachwalter überwacht den Prozess. Zusätzlich wurde ein Sanierungsexperte eingesetzt.

Hellweg zieht Tochter in die Krise

Der Mutterkonzern Hellweg hat seinen Sitz in Dortmund. Das Unternehmen betreibt bundesweit Baumärkte. Hellweg meldete zuerst Insolvenz an. Die BayWa Bau- und Gartenmärkte folgten kurz darauf.

Die BayWa Bau- und Gartenmärkte sind ein eigenständiges Unternehmen innerhalb der Hellweg-Gruppe. Sie entstanden ursprünglich aus dem Agrarkonzern BayWa AG, der seinen Stammsitz in München hat. Die Bau- und Gartenmärkte wurden jedoch an Hellweg verkauft und seitdem unter deren Dach geführt.

Sanierungssuche läuft

Die Geschäftsführung arbeitet gemeinsam mit dem Sachwalter an einer Lösung. Ziel ist eine Sanierung des Unternehmens. Ob alle 46 Standorte erhalten bleiben können, ist derzeit offen. Konkrete Entscheidungen über Filialschließungen oder Stellenabbau stehen noch aus.

Für die rund 1.300 Beschäftigten greift zunächst das Insolvenzgeld. Die Bundesagentur für Arbeit sichert die Löhne für bis zu drei Monate. Diese Regelung gilt ab dem Zeitpunkt der Insolvenzantragstellung.

Schwieriges Umfeld für den Baumarkthandel

Die Branche kämpft seit mehreren Jahren mit rückläufiger Nachfrage. Der Boom im Heimwerkerbereich während der Corona-Jahre ist abgeflaut. Die hohen Energiekosten und die schwache Konjunktur im Bausektor belasten den Einzelhandel zusätzlich.

Baumärkte stehen zudem unter Druck durch den Onlinehandel. Große Plattformen bieten Heimwerkerbedarf oft günstiger an. Stationäre Händler verlieren dadurch Marktanteile. Gleichzeitig sind die Betriebskosten für große Verkaufsflächen hoch.

Branche im Umbruch

Hellweg ist nicht das erste Unternehmen der Branche in der Krise. Auch andere Handelsketten spüren den Wandel im Kaufverhalten. Der bayerische Markt gilt als hart umkämpft. Marktführer wie Bauhaus, Hornbach und OBI dominieren das Segment.

Für die betroffenen Standorte in Bayern könnte eine Übernahme durch einen Wettbewerber eine Option sein. Solche Lösungen wurden in der Vergangenheit bei anderen Insolvenzen im Einzelhandel bereits umgesetzt. Ob ein Investor gefunden wird, bleibt abzuklären.

Fazit

Die Insolvenz der BayWa Bau- und Gartenmärkte ist ein weiteres Warnsignal für den stationären Baumarkthandel. Für Bayern bedeutet der Fall konkret: 46 Filialen und 1.300 Arbeitsplätze stehen auf dem Prüfstand. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob eine Sanierung gelingt oder weitere Einschnitte folgen.

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