BMW eröffnet Milliarden-Batteriewerk in Niederbayern
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Rund eine Milliarde Euro, zweieinhalb Jahre Bauzeit: BMW hat sein neues Werk in Irlbach-Straßkirchen im Landkreis Straubing-Bogen offiziell eröffnet. Der Standort produziert Hochvoltbatterien der sechsten Generation für den vollelektrischen BMW i3. Es ist das größte Bauprojekt des Münchner Konzerns seit zwei Jahrzehnten.
Vom Acker zur Fabrik in 30 Monaten
Wo vor wenigen Jahren noch landwirtschaftliche Flächen lagen, steht heute ein vollausgestattetes Montagewerk. BMW errichtete den Standort in nur 30 Monaten. Für ein Industrieprojekt dieser Größenordnung ist das eine kurze Zeitspanne. Anfangs war das Vorhaben politisch umstritten. Die Genehmigungsverfahren wurden jedoch beschleunigt, und der Bau verlief ohne größere Verzögerungen.
Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger nahm an der offiziellen Eröffnung teil. Er sprach ein Grußwort und besichtigte den Standort gemeinsam mit den Werksverantwortlichen. Für die Staatsregierung ist das Werk ein Signal: Bayern bleibt Industriestandort, auch in der Elektromobilität.
Serienproduktion läuft sofort im Zweischichtbetrieb
Die Nachfrage nach den neuen Batteriezellen ist hoch. Deshalb startete die Fertigung in Irlbach-Straßkirchen direkt im Zweischichtbetrieb. Üblicherweise beginnen neue Werke mit einer reduzierten Schicht und steigern die Kapazität schrittweise.
Die hier gefertigten Hochvoltbatterien der sechsten Generation, kurz Gen6, werden zunächst an das BMW-Werk München geliefert. Dort werden sie in den BMW i3 verbaut. Perspektivisch soll das Werk in Irlbach-Straßkirchen alle deutschen BMW-Produktionsstandorte mit Batterien beliefern.
Batterien für die „Neue Klasse“
Die Gen6-Batterien sind das Kernstück der BMW-Modelloffensive unter dem Namen „Neue Klasse“. Diese Fahrzeuggeneration soll den Konzern technologisch neu positionieren. Höhere Energiedichte, kürzere Ladezeiten und eine verbesserte Reichweite sind die zentralen Versprechen. Der BMW i3 50 xDrive ist eines der ersten Fahrzeuge dieser Baureihe und soll laut Hersteller bis zu 906 Kilometer Reichweite erreichen.
Einbettung ins globale Produktionsnetzwerk
Das Werk in Niederbayern ist kein isoliertes Projekt. BMW baut sein globales Produktionsnetzwerk für Elektrofahrzeuge aus. Parallel entstehen Werke in Debrecen in Ungarn sowie in Mexiko. Der Standort Irlbach-Straßkirchen soll die deutschen Werke mit Batterien versorgen.
Für die Region Straubing-Bogen bedeutet das Werk neue Arbeitsplätze und eine langfristige industrielle Perspektive. Genaue Beschäftigtenzahlen wurden zum Produktionsstart nicht offiziell kommuniziert.


