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Bodensee-Pegel sinkt auf historisches Tief: Fast ein Meter unter Schnitt

Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.

Der Bodensee steuert auf ein historisches Niedrigwasser zu. Mitte September 2026 misst der Pegel bei Konstanz nur noch 265 Zentimeter. Das sind rund 90 Zentimeter weniger als im langjährigen Durchschnitt für diese Jahreszeit. In Lindau, dem bayerischen Teil des Sees, ist die Lage ähnlich.

Zwei Faktoren treiben den Pegel nach unten

Der Hauptgrund für das Rekordtief ist die anhaltende Trockenheit im Sommer 2026. Wochen ohne nennenswerten Niederschlag haben das Einzugsgebiet des Sees ausgetrocknet. Hinzu kommt ein zweiter Faktor: Aus den Alpen fließt deutlich weniger Schmelzwasser nach als in normalen Jahren. Beide Effekte beschleunigen den Rückgang des Wasserstands.

Bereits seit zwei Monaten liegt der Pegel an jedem einzelnen Tag unter dem bisherigen Tiefststand für das jeweilige Datum. Am 13. September 2026 fiel er auf nur noch 2,68 Meter, ein neuer Jahrestiefstwert. Im Vergleich zur Vorwoche sank das Niveau um weitere 4,3 Zentimeter, im Vergleich zum Vormonat beträgt das Minus 8,3 Zentimeter.

Seltener Anblick: Der Seegrund wird sichtbar

An mehreren Uferabschnitten ist inzwischen der Seegrund freigelegt. Sandige Flächen und Steine, die sonst unter Wasser liegen, sind nun offen sichtbar. Anwohner und Besucher berichten von einem ungewohnten Bild.

Historische Vergleiche zeigen, wie außergewöhnlich die Lage ist. Im März 1972 sank der Pegel in Konstanz auf rund 237 Zentimeter. Damals wurde der Straßenrain zwischen Reichenau und Mettnau zu einer Insel. Am 26. März 1972 feierten Anwohner dort sogar ein Fest. Solche Extremereignisse galten lange als Ausnahme.

Bayern betroffen: Lindau im Fokus

Der Bodensee liegt nur zu einem kleinen Teil auf bayerischem Gebiet. Doch in Lindau ist der Pegelrückgang deutlich spürbar. Der Hafen und die Uferpromenade der Inselstadt zeigen sich in einem ungewohnten Zustand. Bootsstege ragen weiter ins Wasser als üblich, Teile des Seegrunds, die sonst befahren werden, sind nicht mehr zugänglich.

Die Dürre des Sommers 2026 trifft nicht nur den Bodensee. Auch Flüsse und Grundwasserspeicher in Bayern weisen deutliche Defizite auf.

Warum Regen kaum hilft

Vereinzelte Niederschläge ändern an der Gesamtlage wenig. Die ausgetrockneten Böden im Einzugsgebiet nehmen Regenwasser sofort auf, sodass kaum etwas in die Bäche und Flüsse gelangt, die den See speisen. Für eine spürbare Erholung des Pegels wären über mehrere Wochen anhaltende Regenfälle nötig.

Der Sommer 2026 gilt bereits als eines der trockensten Jahre in der jüngeren Geschichte der Bodenseeregion. Ähnlich extreme Niedrigwasserstände sind in den Aufzeichnungen selten dokumentiert.

Fazit

Der Bodensee liegt fast einen Meter unter dem Normalstand, die Tendenz ist weiter sinkend, eine schnelle Erholung ist nicht absehbar. Für Lindau und die bayerische Bodenseeregion ist es ein ungewöhnlicher Herbstbeginn. Die Dürre des Sommers 2026 hinterlässt sichtbare Spuren.

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