BRK-Hospizmobil bringt krebskranke Bayerin an die Nordsee
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Manuela aus Ainring wollte einmal im Leben die Nordsee sehen. Die 63-Jährige war unheilbar an Krebs erkrankt. Weder ihre Tochter noch der Pflegedienst konnten die Reise organisieren. Das Herzenswunsch-Hospizmobil des Bayerischen Roten Kreuzes machte es möglich. Fünf Tage vor ihrem Tod trat Manuela die Reise an.
Ein Fahrzeug, das letzte Wünsche erfüllt
Das Herzenswunsch-Hospizmobil ist ein speziell ausgestattetes Fahrzeug des BRK für schwerstkranke und sterbende Menschen, die Ausflüge oder längere Reisen unternehmen möchten. Es hat medizinische Ausstattung und wird von geschultem Personal begleitet.
Im Fall von Manuela übernahmen zwei BRK-Mitarbeiter namens Bruno und Petra die Begleitung. Gemeinsam mit Manuelas Tochter fuhren sie nach Norddeutschland. Es war das erste Mal, dass Manuela das Meer sah.
Der zuständige BRK-Kreisverband informierte über die Reise. Das Projekt trägt den Namen „Herzenswunsch-Hospizmobil“ und richtet sich gezielt an Menschen, die ihre letzten Wochen oder Monate leben.
Wunsch trotz schwerer Erkrankung verwirklicht
Manuelas Zustand ließ eine normale Reise nicht zu. Der reguläre Pflegedienst war mit einer solchen Fahrt überfordert. Die Tochter allein hätte die medizinische Versorgung nicht sicherstellen können.
Für solche Situationen wurde das Hospizmobil entwickelt. Es schließt eine Lücke zwischen stationärer Pflege und dem Wunsch nach Mobilität am Lebensende.
Manuela starb kurz nach ihrer Rückkehr. Die Reise an die Nordsee war ihr letztes großes Erlebnis.
Angebot wächst in Bayern
Das Konzept des Herzenswunsch-Hospizmobils verbreitet sich in Bayern. Der BRK-Kreisverband Straubing-Bogen bietet den Dienst für Ostbayern an. Der Kreisverband Mühldorf hat in der Vergangenheit ebenfalls Wünsche erfüllt, darunter einen Besuch in der Allianz Arena.
Die Wünsche der Patienten sind unterschiedlich: Manche wollen einen Ausflug in die Natur, andere Verwandte besuchen oder Orte sehen, die ihnen bedeutsam sind.
Koordination zwischen Pflege und Mobilität
Die Herausforderung bei solchen Reisen liegt in der Logistik. Medikamente, Notfallausrüstung und geschultes Personal müssen jederzeit verfügbar sein. Das BRK hat dafür eigene Strukturen aufgebaut.
Die Kosten werden nicht vollständig von den Krankenkassen übernommen. Kreisverbände sind auf Spenden und Fördergelder angewiesen, um den Dienst aufrechtzuerhalten.



