Gastgewerbe

Bulgare baut in Berchtesgaden ein Gastro-Imperium auf

Tsvyatko Petkov stand einmal am Spülbecken. Heute steht er an der Spitze mehrerer Gastronomiebetriebe im Berchtesgadener Land. Der Bulgare ist ein Beispiel dafür, wie konsequenter Aufstieg in der Gastronomiebranche möglich ist. Sein Weg führte vom Profifußball über das Spülbecken bis in die Chefetage.

Ankunft ohne Worte, Einstieg von unten

Petkov kam ursprünglich als Profifußballer nach Bayern. Die Bergwelt des Berchtesgadener Landes beeindruckte ihn und seine Partnerin so sehr, dass sie eine klare Entscheidung trafen: Sie blieben. Deutsch sprach Petkov damals kaum. Den einzigen verfügbaren Einstieg fand er in der Küche, als Tellerwäscher.

Dieser Schritt war kein Rückschritt, sondern ein Neustart. Petkov arbeitete sich durch die Gastronomiebranche vor. Er lernte die Abläufe kennen, baute Netzwerke auf und entwickelte ein Gespür für das Gastgewerbe. Die Region bot ihm dafür einen stabilen Rahmen. Berchtesgaden zieht Touristen aus aller Welt an, der Bedarf an Gastronomie ist konstant hoch.

Vom einzelnen Lokal zur Betriebsreihe

Heute führt Petkov mehrere Betriebe. Dazu gehört das Restaurant Akropolis, das griechische Küche anbietet. Außerdem betreibt er den Freibad-Kiosk im Schornbad in Schönau am Königssee. Das Schornbad selbst hat er übernommen. Jeder neue Betrieb folgte einem klaren Plan.

Petkov versteht sich als Unternehmer, nicht nur als Gastronom. Diese Haltung unterscheidet ihn von vielen Betreibern, die an einem einzigen Standort scheitern. Wer mehrere Betriebe führt, braucht Struktur, Überblick und verlässliche Teams. Petkov hat beides aufgebaut.

Ski-Kader als weiteres Standbein

Neben der klassischen Gastronomie ist Petkov auch im Bereich Ski-Kader aktiv. Details dazu sind öffentlich bisher spärlich. Klar ist: Er denkt über die Grenzen eines einzelnen Gastrobetriebs hinaus. Die Verbindung von Sport und Gastronomie liegt in einer Region wie Berchtesgaden nahe.

Expansion bleibt das Ziel

Petkov hat weitere Pläne. Er wirkt in Berichten als jemand, der nicht stillsteht. Jede Übernahme war bisher ein Sprungbrett für die nächste. Das Schornbad war ein solcher Schritt. Was danach kommt, lässt er offen, aber die Richtung ist klar: weiteres Wachstum im Berchtesgadener Land.

Die Region bietet dafür gute Voraussetzungen. Tourismus, Wintersport und Naturerlebnis sorgen für eine breite Kundschaft das ganze Jahr über. Wer dort mehrere Betriebe führt, hat eine solide wirtschaftliche Basis.

Ein Muster, das sich wiederholt

Petkovs Geschichte steht nicht allein. Auch anderswo in Bayern zeigen Gastronomen mit Migrationshintergrund, wie Aufstieg in der Branche funktioniert. Das Muster ist meist ähnlich: Einstieg in einfachen Positionen, schrittweise Übernahme von Verantwortung, schließlich eigene Betriebe.

Die Gastronomie ist eine Branche, die Aufsteiger zulässt. Formale Abschlüsse sind wichtig, aber nicht allein entscheidend. Erfahrung, Durchhaltevermögen und Risikobereitschaft zählen mindestens ebenso viel. Petkov hat alle drei Eigenschaften bewiesen.

Fazit

Tsvyatko Petkov hat sich im Berchtesgadener Land eine solide Unternehmensstruktur aufgebaut. Sein Aufstieg vom Tellerwäscher zum Betreiber mehrerer Gastronomiebetriebe ist kein Zufall, sondern das Ergebnis klarer Entscheidungen. In einer Branche, die unter Fachkräftemangel und wirtschaftlichem Druck leidet, zeigt er: Wer konsequent plant und handelt, kann wachsen. Bayern bleibt für solche Geschichten ein fruchtbarer Boden.

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