Donau bei Passau: Sandschiff läuft auf Felsen und schlägt Leck
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Ein Frachtschiff mit 800 Tonnen Sand an Bord hat am Freitag auf der Donau bei Passau einen Felsen gerammt. Das Schiff erlitt dabei ein Leck, Wasser drang in den Rumpf ein. Der Schiffsführer brachte das Fahrzeug noch rechtzeitig im Bayernhafen Passau in Sicherheit. Einsatzkräfte rückten aus, um das Leck abzudichten und Umweltschäden zu verhindern.
Unfall an bekannter Untiefe
Der Vorfall ereignete sich im Bereich der Schleuse Kachlet bei Passau. Die Stelle gilt als bekannte Untiefe auf der Donau. Das Güterschiff touchierte dort einen Felsen und beschädigte seinen Rumpf. Wasser strömte in das Innere des Schiffes ein.
Der Schiffsführer reagierte schnell. Er steuerte das havarierte Fahrzeug in den Bayernhafen Passau und legte dort fest. Damit verhinderte er ein weiteres Einlaufen von Wasser und sicherte die Ladung. Der Schaden am Frachtschiff wird auf rund 20.000 Euro geschätzt.
Einsatzkräfte dichten Leck ab
Nach dem Festmachen des Schiffes rückten Einsatzkräfte an. Ihre vordringliche Aufgabe war das Abdichten des Lecks und die Verhinderung einer Schadstoffausbreitung in der Donau. Ölspuren oder andere Umweltverschmutzungen wurden nach ersten Berichten nicht festgestellt.
Schiffsverkehr auf der Donau
Die Donau ist eine der wichtigsten Binnenwasserstraßen Europas und verbindet Bayern mit Österreich und Osteuropa. Über Passau laufen täglich zahlreiche Güterschiffe. Untiefen und Felspartien sind für die Schifffahrt eine dauerhafte Herausforderung. Der Bereich der Schleuse Kachlet ist als Problemstelle bekannt.
Wirtschaftliche Folgen für die Logistik
Solche Zwischenfälle haben direkte Auswirkungen auf die Transportlogistik. Ein havariertes Schiff blockiert unter Umständen Hafenkapazitäten. Im Fall Passau konnte das Fahrzeug jedoch geordnet anlegen, ein längerer Stillstand des Bayernhafens blieb aus.
Der Bayernhafen Passau ist ein Umschlagplatz für Schüttgüter wie Sand, Kies und Getreide. Störungen im Betrieb treffen Lieferketten in der Region unmittelbar. Die schnelle Reaktion des Schiffsführers begrenzte die wirtschaftlichen Folgen.
Schäden und Ermittlungen
Der Sachschaden am Schiff beläuft sich auf rund 20.000 Euro. Die Wasserschutzpolizei hat den Vorfall aufgenommen und ermittelt zur genauen Unfallursache. Ob menschliches Versagen oder widrige Strömungsbedingungen eine Rolle spielten, ist noch offen.



