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Erlebnis Akademie AG: Vom Bayerischen Wald auf alle Kontinente

Ein Unternehmen aus dem Bayerischen Wald hat sich zu einem globalen Spezialanbieter entwickelt. Die Erlebnis Akademie AG konzipiert, baut und betreibt Baumwipfelpfade auf der ganzen Welt. Angefangen hat alles im Nationalpark Bayerischer Wald. Heute zählt das Portfolio zwölf Standorte auf mehreren Kontinenten.

Vom Regionalkonzept zum internationalen Geschäft

Der erste Baumwipfelpfad der Erlebnis Akademie AG entstand im Bayerischen Wald. Dieser Ursprungspfad ist bis heute in Betrieb. Er misst 1.150 Laufmeter und führt auf einen 42 Meter hohen Turm. Die maximale Steigung beträgt sechs Prozent. Damit ist die Anlage rollstuhl- und kinderwagengerecht.

Für den Bau wurden 1.400 Kubikmeter Holz verbaut. Das Material stammt hauptsächlich aus dem Bayerischen Wald und aus Österreich. Verarbeitet wurden vor allem Lärche und Douglasie. Als Generalunternehmer war die Firma Wiehag tätig. Architekt des Projekts war Josef Stöger.

Der Erfolg des ersten Standorts legte den Grundstein für weitere Expansion. Seitdem hat die Erlebnis Akademie AG Standorte unter anderem in Irland, Frankreich und Kanada eröffnet. In Tschechien ist das Unternehmen am Baumwipfelpfad Krkonoše beteiligt, in der Slowakei am Baumwipfelpfad Bachledka und in Slowenien an einem weiteren Projekt.

Fünf Standorte allein in Deutschland

Innerhalb Deutschlands betreibt die Erlebnis Akademie AG fünf Baumwipfelpfade. Neben dem Stammstandort im Bayerischen Wald gibt es Anlagen im Naturerbe Zentrum Rügen, im Schwarzwald, an der Saarschleife sowie auf Usedom. Das Unternehmen deckt damit geografisch alle großen deutschen Naturregionen ab.

Barrierefreiheit als Kernelement

Alle Pfade sind nach dem Prinzip der Barrierearmut konzipiert. Der Weg im Bayerischen Wald ist 1,5 bis 2 Meter breit. Die geringe Steigung von maximal sechs Prozent erlaubt die Nutzung ohne körperliche Höchstleistung. Das Unternehmen bezeichnet Inklusion ausdrücklich als Teil seiner Unternehmensphilosophie.

Nachhaltigkeitsanspruch im Kerngeschäft

Die Erlebnis Akademie AG setzt auf einen schonenden Umgang mit der Natur. Der wirtschaftliche Betrieb soll mit Umweltschutz vereinbar sein. Das Unternehmen formuliert als Ziel, bei Besuchern ein Bewusstsein für natürliche Umgebungen zu fördern. Dieser Anspruch prägt nach eigenen Angaben die gesamte Unternehmensausrichtung.

Holz aus der Region, Produkt für die Welt

Die Nutzung regionaler Materialien ist beim Ursprungsprojekt dokumentiert. Lärchen und Douglasien aus dem Bayerischen Wald und Österreich bildeten die Grundlage des ersten Pfades. Ob dieser Ansatz bei allen internationalen Standorten fortgeführt wird, ist nicht belegt.

Der Baumwipfelpfad im Bayerischen Wald ist ganzjährig geöffnet. Die beste Besuchszeit liegt zwischen April und Oktober. Der Pfad liegt im Bereich des Nationalparks Bayerischer Wald, der zu den ältesten Nationalparks Deutschlands zählt.

Fazit: Ein Nischenprodukt mit globalem Potenzial

Die Erlebnis Akademie AG zeigt, dass ein regional verwurzeltes Konzept international skalierbar ist. Zwölf Standorte weltweit belegen die Nachfrage nach naturnahen Erlebnisangeboten. Der Bayerische Wald bleibt dabei der Ausgangspunkt einer bemerkenswerten Unternehmensgeschichte.

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