Flughafen München: Innerdeutsche Route gestrichen
Am Flughafen München fällt eine innerdeutsche Flugverbindung weg. Der Betreiber skyhub PAD hat angekündigt, den Flugbetrieb einzustellen. Die Strecke ist damit Geschichte. Der Schritt steht exemplarisch für einen bundesweiten Trend.
Kosten machen Inlandsflüge unrentabel
Innerdeutsche Flugverbindungen geraten seit Monaten unter Druck. Der Grund ist klar: Die Kosten steigen, die Einnahmen halten nicht Schritt. Steuern, Gebühren und die Luftverkehrsabgabe belasten Airlines erheblich. Pro Flug können allein diese Abgaben rund 45 Euro ausmachen. Das macht viele Strecken betriebswirtschaftlich nicht tragbar.
Lufthansa-Chef Carsten Spohr hat das Problem öffentlich benannt. Innerdeutsche Flüge lohnten sich so schlicht nicht mehr, sagte er. Sein Konzern prüft die Streichung von rund hundert innerdeutschen Flügen pro Woche im kommenden Sommer. Betroffen sind unter anderem Verbindungen nach Dresden und Münster/Osnabrück ab München.
Bayern trägt die Folgen besonders hart
Für Bayern ist die Entwicklung folgenreich. Nürnberg hat bereits wichtige Verbindungen verloren. München bangt um weitere Routen. Die Streichung durch skyhub PAD ist ein weiteres Signal. Der Flughafen München zählt zu den größten Drehkreuzen Deutschlands. Dennoch schützt diese Größe nicht vor Streckenabbau.
Die Lufthansa reduziert ihr innerdeutsches Angebot ab München bereits im kommenden Jahr. Das bestätigen Berichte vom November 2025. Die Airline reagiert damit auf strukturelle Kostennachteile des Standorts Deutschland.
Standortkosten als Kernproblem
Deutschland gilt im europäischen Vergleich als teurer Luftfahrtstandort. Flughafengebühren, Sicherheitsabgaben und die nationale Luftverkehrsteuer summieren sich. Für kurze Inlandsstrecken, auf denen die Bahn konkurrenzfähig ist, rechnet sich der Flugbetrieb kaum noch. Airlines ziehen die Konsequenzen und streichen Routen.
Die Politik steht unter Druck. Kritiker fordern eine Senkung der Luftverkehrsabgabe. Bislang ohne Ergebnis. Solange sich daran nichts ändert, werden weitere Streichungen wahrscheinlich.
Passagiere müssen umplanen
Für Reisende bedeutet jede gestrichene Verbindung eine Einschränkung. Alternativen gibt es: Bahn, Auto oder Umstieg über andere Airports. Doch gerade für Geschäftsreisende sind direkte Flugverbindungen oft unverzichtbar. Der Wegfall trifft sie direkt.
Wer einen Flug auf einer gestrichenen Strecke gebucht hat, hat Anspruch auf Erstattung des Flugpreises. Die Fluggesellschaft ist gesetzlich dazu verpflichtet. Passagiere sollten ihre Buchungen prüfen und frühzeitig Alternativen suchen.
Fazit
Der Rückzug von skyhub PAD aus dem Betrieb am Flughafen München ist kein Einzelfall. Er steht für einen strukturellen Wandel im deutschen Inlandsflugmarkt. Hohe Abgaben und steigende Betriebskosten verdrängen Airlines von unrentablen Strecken. Bayern spürt das deutlich. Ohne politische Korrekturen bei den Standortkosten wird sich dieser Trend fortsetzen.