Freilassing: Schienengipfel mit klarer Botschaft an den Bund
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In Freilassing ist am 18. September 2026 der Tag der Schiene eröffnet worden. Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter gab den Startschuss. Mehr als 200 Gäste aus Politik und Bahnbranche waren vor Ort, darunter Bundesverkehrsstaatssekretär Stefan Schnorr und DB-Personalvorstand Martin Seiler.
Bernreiter richtet klare Forderungen an den Bund
Bernreiter nutzte die Veranstaltung für eine deutliche Botschaft. Die nächste Bundesregierung müsse erheblich mehr Geld in Straßen und Schienen investieren. Das sieht der CSU-Minister als vordringliche Aufgabe. Ohne ausreichende Mittel bleibe der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur auf der Strecke.
Das Deutschlandticket hat für Bernreiter dabei keine Priorität. Der Minister setzt stattdessen auf den physischen Ausbau des Netzes. Nur mit mehr Kapazitäten lasse sich die Verlagerung auf die Schiene ernsthaft voranbringen.
Positionspapier zum Nahverkehrsausbau übergeben
Beim Tag der Schiene erhielt Bernreiter ein Positionspapier der MVV-Verbundlandkreise und -städte. Das Papier enthält Forderungen zum Ausbau des Schienenpersonennahverkehrs. Der Druck auf die Politik kommt damit nicht nur aus München, sondern aus der gesamten Region.
MVV-Region will mehr Zugverbindungen
Die Verbundlandkreise und -städte im MVV-Raum fordern konkrete Investitionen. Der Schienenpersonennahverkehr soll ausgebaut, Takte verdichtet und Lücken im Netz geschlossen werden. Die Kommunen sehen sich als verlässliche Partner, erwarten aber auch verlässliche Zusagen vom Freistaat und vom Bund.
Bernreiter auch als Vorsitzender der Verkehrsministerkonferenz gefragt
Christian Bernreiter leitet derzeit die Verkehrsministerkonferenz der Länder. Er vertritt damit nicht nur Bayern, sondern bündelt die Verkehrspolitik aller Bundesländer.
Diese Doppelrolle verleiht seiner Forderung nach mehr Bundesmitteln zusätzliches Gewicht. Was er in Freilassing sagte, ist keine rein bayerische Position, sondern eine länderübergreifende.
Infrastruktur als Wirtschaftsfaktor
Bernreiter hatte das Thema Verkehrsinfrastruktur bereits bei der Mitgliederversammlung des Landesverbands Bayerischer Spediteure in Passau angesprochen. Infrastruktur, Logistik und Digitalisierung seien wichtig für den Wirtschaftsstandort Bayern. Diese Linie zog er beim Tag der Schiene weiter.
Tag der Schiene als politisches Signal
Der Tag der Schiene bringt Politiker, Bahnmanager und Verbände an einen Tisch. Der Austausch in Freilassing zeigte: Die Forderungen nach mehr Investitionen sind parteiübergreifend. Die Bahnbranche will konkrete Zusagen, keine Absichtserklärungen.
DB-Personalvorstand Martin Seiler nahm an der Eröffnung teil. Die Bahn fordert politischen Rückenwind und finanzielle Verlässlichkeit.
Fazit
Bernreiter sprach in Freilassing aus, was viele fordern: Der Bund muss mehr Geld für das Schienennetz bereitstellen. Die Kommunen machen Druck über Positionspapiere. Die Branche wartet auf Entscheidungen. Der Ball liegt nun in Berlin.

