Politik

Führungswechsel: Holetschek soll Hanns-Seidel-Stiftung übernehmen

Nach fünf Jahren an der Spitze zieht sich Markus Ferber aus dem Vorsitz der Hanns-Seidel-Stiftung zurück. Der CSU-Europaabgeordnete wird bei der Mitgliederversammlung am 19. Juni nicht erneut kandidieren. Als Nachfolger wird CSU-Politiker Klaus Holetschek gehandelt.

Ein geordneter Abgang nach fünf Jahren

Ferber hatte den Vorsitz der Stiftung im Januar 2020 übernommen. Seitdem leitete er die CSU-nahe Organisation durch eine Phase des Wandels. Beobachter bescheinigen ihm, die Modernisierung der Stiftung vorangetrieben zu haben.

Die Hanns-Seidel-Stiftung wurde 1967 gegründet. Sie ist nach dem früheren bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Vorsitzenden Hanns Seidel benannt. Die Stiftung betreibt politische Bildungsarbeit in mehr als 70 Ländern weltweit.

Ferber selbst bleibt ein politisches Schwergewicht der CSU. Er gehört seit 1983 der Partei an. Seit 1994 sitzt er für die CSU im Europäischen Parlament. Von 1999 an führte er die CSU-Europagruppe als Vorsitzender.

Holetschek als designierter Nachfolger

Als künftiger Vorsitzender gilt Klaus Holetschek. Der CSU-Politiker ist in Bayern gut vernetzt. Eine offizielle Bestätigung seiner Kandidatur steht noch aus. Die Entscheidung fällt am 19. Juni bei der ordentlichen Mitgliederversammlung.

Der Wechsel an der Stiftungsspitze kommt für viele Beobachter überraschend. Ferber hatte das Amt erst vor fünf Jahren übernommen. Eine zweite volle Amtszeit schließt er nun aus.

Bedeutung der Stiftung für die CSU

Die Hanns-Seidel-Stiftung ist eine der sechs großen politischen Stiftungen in Deutschland. Sie ist der CSU weltanschaulich nahestehend. Ihre Arbeit umfasst politische Bildung, Stipendienvergabe und internationale Entwicklungszusammenarbeit.

Die Stiftung unterhält Büros und Programme auf mehreren Kontinenten. Sie gilt als wichtiges außenpolitisches Instrument der CSU. Der Vorsitz ist damit kein rein repräsentatives Amt. Er erfordert politisches Gewicht und internationales Format.

Ferbers Erbe: Modernisierung als Markenzeichen

Unter Ferbers Führung soll die Stiftung strukturell erneuert worden sein. Konkrete Details zu den Reformen nannte die Stiftung bislang nicht öffentlich. Fest steht: Ferber übergibt eine Stiftung, die er anders hinterlässt, als er sie vorgefunden hat.

Sein Nachfolger wird auf diesem Kurs aufbauen müssen. Die Stiftung steht vor den gleichen Herausforderungen wie viele politische Organisationen: digitaler Wandel, veränderte Kommunikationswege und ein härterer Wettbewerb um Aufmerksamkeit.

Fazit

Der Führungswechsel bei der Hanns-Seidel-Stiftung ist beschlossene Sache. Markus Ferber räumt das Feld geordnet. Am 19. Juni entscheidet die Mitgliederversammlung über seinen Nachfolger. Die CSU stellt damit erneut unter Beweis, dass sie ihre Stiftung als strategisches Instrument versteht und personell sorgfältig besetzt.

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