Gold in Shanghai: Franken triumphieren bei Handwerks-WM
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Tim Arnold aus Mittelfranken und Jakob Distler aus Oberfranken sind Weltmeister. Die beiden 20-Jährigen gewannen bei den WorldSkills 2026 in Shanghai die Goldmedaille im Wettbewerb der Beton- und Stahlbetonbauer und setzten sich damit gegen Konkurrenten aus aller Welt durch.
Zwei Franken auf dem höchsten Treppchen
Die WorldSkills gelten als Weltmeisterschaft der Berufsausbildung. Mehr als 1.000 junge Fachkräfte aus zahlreichen Ländern treten dort in ihren Berufen gegeneinander an. Shanghai war 2026 Austragungsort des Wettbewerbs.
Arnold und Distler traten als Team an. Gemeinsam meisterten sie die gestellten Aufgaben im Stahlbetonbau und überzeugten die internationale Jury. Das Ergebnis: Gold für Bayern, Gold für Deutschland.
Beide Handwerker sind 20 Jahre alt.
Deutsches Team holt 22 Auszeichnungen
Tim Arnold und Jakob Distler waren nicht die einzigen deutschen Medaillengewinner in Shanghai. Team Germany kehrte mit einer starken Bilanz zurück.
Insgesamt holte die deutsche Delegation zweimal Gold, einmal Silber, dreimal Bronze und 15 Exzellenzmedaillen – 22 Auszeichnungen in der Gesamtbilanz.
Die zweite Goldmedaille sicherte sich Möbelschreiner Tobias Kelz. Damit gingen beide deutschen Goldmedaillen ans Handwerk.
Silber für den Zimmerer aus Baden-Württemberg
Florian Dorer aus Baden-Württemberg holte Silber im Wettbewerb der Zimmerer. Der 22-Jährige ist damit Vizeweltmeister in seinem Gewerk.
Auch aus Bayern kam weiterer Medaillenerfolg. Leonhard Eham, ebenfalls 20 Jahre alt, erkämpfte sich eine Auszeichnung für das deutsche Team.
Medal of Excellence für Fliesenleger
Niko Schleicher aus dem Saarland belegte im Wettbewerb der Fliesenleger den fünften Platz. Der 21-Jährige erhielt dafür eine Medal of Excellence. Diese Auszeichnung wird für besonders hohe Punktzahlen vergeben, auch ohne Podestplatz.
Signal für die Berufsausbildung
Die Ergebnisse aus Shanghai kommen zu einem Zeitpunkt, an dem das Handwerk in Deutschland um Nachwuchs wirbt. Viele Ausbildungsplätze bleiben unbesetzt. Erfolge wie der von Arnold und Distler lenken die öffentliche Aufmerksamkeit auf Berufe abseits der Hochschule.
Bayern investiert seit Jahren in die überbetriebliche Ausbildung und die Förderung von Nachwuchstalenten im Handwerk. Der WM-Titel in Shanghai ist ein messbares Ergebnis dieser Arbeit.
Die WorldSkills finden alle zwei Jahre statt. Deutschland schickt seine besten Nachwuchskräfte nach einem nationalen Auswahlverfahren zu dem Wettbewerb.



