Gründung im Gastrobereich: die Verpackungsbeschaffung nicht unterschätzen
Wer ein gastronomisches Unternehmen gründet, plant Küche, Personal, Standort und Finanzierung sorgfältig. Ein Posten gerät dabei häufig erst spät in den Blick, obwohl er das Tagesgeschäft jeden Tag begleitet. Die Rede ist von der Verpackung für das Außer-Haus-Geschäft. Wer Lieferdienst, Mittagsgeschäft oder Catering anbietet, verpackt vom ersten Tag an, und die dafür nötigen Materialien wollen rechtzeitig kalkuliert und beschafft sein.
Schon bei der Erstellung des Businessplans lohnt es sich, die Verpackung als eigene Position aufzunehmen. So lässt sich abschätzen, welcher Betrag monatlich anfällt und wie er sich auf den Preis je verkaufter Portion auswirkt. Eine grobe Schätzung genügt für den Anfang, sollte aber nicht ganz fehlen.
Menge und Verbrauch realistisch planen
Ein durchdachter Einkauf wirkt sich direkt auf die Kalkulation aus. Bestellt ein Betrieb ab Karton oder Palette, sinkt der Stückpreis spürbar gegenüber dem Kleinhandel. Wichtig ist ein realistischer Verbrauchsplan, damit weder Lagerflächen unnötig belegt werden noch Engpässe entstehen. In den ersten Monaten ist der Bedarf oft schwer einzuschätzen, deshalb empfiehlt sich ein vorsichtiger Start mit der Möglichkeit, schnell nachzubestellen.
Hilfreich ist es, das Sortiment von Beginn an übersichtlich zu halten. Wer mit wenigen, gut gewählten Verpackungsgrößen startet, behält den Überblick über Bestand und Kosten. Die Auswahl lässt sich später erweitern, wenn sich die Speisekarte und das Bestellverhalten der Gäste eingespielt haben.
Ein einfacher Weg in die Beschaffung führt über ein Erstgespräch mit dem künftigen Lieferanten. Wer Speisekarte und erwartete Gästezahl schildert, bekommt eine realistische Einschätzung zu Mengen und passenden Größen. Das spart eigene Recherchezeit und verhindert, dass gleich zu Beginn zu viel oder das Falsche im Lager landet. Viele Großhändler stellen für den Start auch kleinere Probemengen bereit, mit denen sich eine Verpackung im echten Betrieb testen lässt, bevor größere Mengen geordert werden.
Rechtliche Vorgaben von Anfang an mitdenken
Gründerinnen und Gründer sollten außerdem die rechtlichen Rahmenbedingungen kennen. Die EU-Verpackungsverordnung PPWR verändert ab 2027 die Anforderungen an Recyclingfähigkeit und Material. Wer das Sortiment von Beginn an entsprechend aufstellt, vermeidet spätere Umstellungen und kann Nachhaltigkeit von Anfang an als Teil des eigenen Konzepts kommunizieren.
Bei der Wahl des Lieferanten zählt vor allem Verlässlichkeit. Ein Großhändler mit eigenem Lager kann kurzfristig nachliefern, wenn der Bedarf in den ersten Monaten noch schwankt. Das ist gerade in der Anfangsphase wertvoll, in der sich Bestellroutinen erst einspielen und jede verpasste Bestellung unmittelbar das Geschäft trifft.
Einen Überblick über ein typisches Sortiment für Gastronomie und Imbiss bietet etwa gehlen-verpackungen.de. Der Großhandel führt Pizzakartons, Aluschalen, Hygieneartikel und nachhaltige Alternativen und beliefert Betriebe aus eigenem Lager. Solche Anbieter eignen sich gut als erster Anlaufpunkt, um das eigene Verpackungssortiment zusammenzustellen und sich zu den passenden Größen beraten zu lassen.
Wer die Verpackung früh in den Businessplan aufnimmt, verschafft sich einen ruhigen Start. Der Posten ist überschaubar, beeinflusst aber Marge und Arbeitsabläufe vom ersten Tag an. Eine klare Beschaffungsstrategie gehört damit ebenso zur Gründung wie die Auswahl der Speisekarte.