Hellweg und BayWa werden abgewickelt: 75 Filialen vor dem Aus
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Zwei Baumarktketten, mehr als 110 Filialen, Tausende Beschäftigte: Die Insolvenz von Hellweg und seiner Tochter BayWa Bau- & Gartenmärkte endet mit einer Abwicklung. Beide Unternehmen stellen den Betrieb ein. Für den Großteil der Standorte gibt es keine Zukunft.
Abwicklung statt Rettung
Die Insolvenzverwalter haben entschieden: Hellweg und BayWa Bau- & Gartenmärkte werden nicht als Ganzes fortgeführt. Beide Marken sollen aufgegeben werden. Für mehr als 110 Filialen läuft damit die Zeit ab.
Für 35 der Standorte gibt es nach Unternehmensangaben voraussichtlich Käufer. Das entspricht weniger als einem Drittel aller Filialen. Der Rest steht vor der Schließung.
Tausende Beschäftigte erhalten Kündigungen. Ob ihr jeweiliger Markt von einem Käufer übernommen wird, ist für viele noch offen.
Lage in Bayern: Elf Standorte mit Perspektive
In Bayern zeichnet sich für elf Filialen eine Lösung ab. Für diese Standorte gibt es voraussichtlich Kaufinteressenten. Welche konkreten Märkte betroffen sind, ist noch nicht abschließend geklärt.
Die restlichen bayerischen Filialen drohen bis zum Jahresende zu schließen. BayWa Bau- & Gartenmärkte war historisch eng mit dem bayerischen Agrarhandelskonzern BayWa AG verbunden. Die Baumarktsparte war jedoch bereits vor der Insolvenz ausgegliedert worden.
Struktureller Druck im Baumarktsektor
Der Baumarkthandel steht seit Jahren unter Druck. Große Wettbewerber wie Obi, Hornbach und Bauhaus dominieren den Markt. Kleinere Ketten geraten dabei ins Hintertreffen.
Gestiegene Energiekosten, schwächere Konsumnachfrage und hohe Mieten für großflächige Standorte belasten das Geschäftsmodell. Hellweg hatte zuletzt versucht, durch die Tochtermarke BayWa in Bayern Fuß zu fassen. Der Versuch scheiterte.
Beschäftigte im Ungewissen
Wer in einem der 35 potenziell verkauften Märkte arbeitet, könnte vom neuen Betreiber übernommen werden. Eine Garantie gibt es nicht.
Wer in einem der übrigen Märkte beschäftigt ist, verliert seinen Arbeitsplatz. Genaue Zahlen zur Gesamtbeschäftigung wurden bislang nicht offiziell kommuniziert. Die Insolvenzverwalter arbeiten nach eigenen Angaben an einer geordneten Abwicklung.
Käufersuche läuft weiter
Die Verhandlungen mit potenziellen Käufern für die 35 Standorte laufen noch. Abschlüsse sind bislang nicht bestätigt. Einige Standorte könnten noch bis zum Jahresende regulär geöffnet bleiben, bevor sie endgültig schließen. Kunden sollten sich direkt bei ihrem Markt über den aktuellen Betriebsstatus informieren.
Abwicklung
Mehr als 75 Filialen werden aller Voraussicht nach dauerhaft schließen. In Bayern gibt es für elf Standorte die Möglichkeit eines Neustarts unter anderem Namen. Für den Rest bleibt nur die Abwicklung.



