Politik

Herrmann nennt Russland, China und Nordkorea als Hauptangreifer

Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat drei Staaten als Hauptverursacher politisch motivierter Cyberangriffe auf Bayern benannt: Russland, China und Nordkorea. Die Attacken richten sich gegen Behörden, kritische Infrastruktur und Unternehmen im Freistaat. Die Staatsregierung bestätigt, dass die Zahl dieser Angriffe gestiegen ist.

Politisch motivierte Angriffe auf dem Vormarsch

Herrmann unterscheidet zwischen kriminell und politisch motivierten Cyberangriffen. Bei letzteren stehen staatliche oder staatsnahe Akteure dahinter. Russland, China und Nordkorea gelten als die dominierenden Quellen. Die Angriffe zielen nicht allein auf Behörden. Auch Unternehmen und Betreiber kritischer Infrastruktur geraten ins Visier.

Kritische Infrastruktur umfasst Bereiche wie Energieversorgung, Wasserversorgung, Telekommunikation und Gesundheitsversorgung. Störungen dort können direkte Auswirkungen auf die Bevölkerung haben.

Bitkom meldet 50 Prozent mehr Vorfälle aus China

Der Digitalverband Bitkom verzeichnete zuletzt einen Anstieg der bekannt gewordenen Cybervorfälle aus China um 50 Prozent.

Bayern als wirtschaftsstärkstes Bundesland ist ein häufiges Angriffsziel. Der Freistaat beherbergt zahlreiche Weltmarktführer, Rüstungsbetriebe und Forschungseinrichtungen. Bei staatlich gelenkten Angriffen gehen Industriespionage und Sabotage oft Hand in Hand.

Behörden und Unternehmen gleichermaßen betroffen

Die Angriffsziele sind breit gestreut. Staatliche Stellen sind ebenso betroffen wie privatwirtschaftliche Betriebe. Kleinere und mittlere Unternehmen haben oft nicht ausreichende Schutzmaßnahmen und sind damit ein leichtes Ziel für gut organisierte Angreifer.

Der Freistaat setzt auf sein Landesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, das die Abwehrmaßnahmen koordiniert und betroffene Stellen unterstützt.

Keine Entspannung für 2026 erwartet

Innenminister Herrmann erwartet keine Entspannung der Bedrohungslage. Die geopolitischen Spannungen zwischen westlichen Demokratien und autoritären Staaten schlagen sich direkt im digitalen Raum nieder.

Russland steht seit dem Angriff auf die Ukraine besonders im Fokus. Nordkorea nutzt Cyberangriffe unter anderem zur Finanzierung seines Atomprogramms. China verfolgt strategische Ziele in Wirtschaftsspionage und Einflussnahme.

Wirtschaft muss Eigenverantwortung übernehmen

Behörden betonen die Eigenverantwortung der Unternehmen. Viele Angriffe gelingen, weil einfache Sicherheitslücken nicht geschlossen wurden.

Der Bitkom empfiehlt Unternehmen, ihre Sicherheitsarchitektur regelmäßig zu überprüfen. Meldepflichten bei Cyberangriffen sollen für mehr Transparenz und bessere Lagebilder sorgen.

Bayern im Fadenkreuz staatlicher Hacker

Herrmann appelliert an bayerische Behörden, Infrastrukturbetreiber und Unternehmen, ihre digitalen Schutzmaßnahmen zu verstärken. Der Anstieg politisch motivierter Cyberangriffe ist nach seiner Einschätzung kein vorübergehendes Phänomen, sondern Ausdruck einer dauerhaft veränderten Sicherheitslage.

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