IG Metall mobilisiert 100.000 gegen Stellenabbau in Autoindustrie
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Die IG Metall hat am Montag, 21. September, einen bundesweiten Aktionstag durchgeführt. Rund 100.000 Beschäftigte der Automobilbranche wurden mobilisiert. Das Motto lautete: „Zukunft statt Kahlschlag, Zusammenhalt ist unsere stärkste Marke.“ An rund 200 Standorten in ganz Deutschland fanden Kundgebungen, Autokorsos und Gesprächsrunden statt.
Bayern im Zentrum der Proteste
Bayern war ein Schwerpunkt des Aktionstags. In allen 21 bayerischen IG-Metall-Geschäftsstellen waren Aktionen geplant. Betroffen waren über 50 Betriebe der Automobil- und Zulieferindustrie. Die Aktionsformen reichten von Kundgebungen bis zu Autokorsos.
In München machte die IG Metall mit einem Autokorso rund um das BMW-Werk auf die Lage aufmerksam. Zahlreiche Betriebe der Automobil- und Automobilzulieferindustrie sind in der Region ansässig.
Nürnberg und die Region beteiligen sich
Auch in der Region Nürnberg wollten Tausende Beschäftigte auf die Krise aufmerksam machen. Die Gewerkschaft sprach von einem koordinierten Angriff der Arbeitgeber auf Arbeitsplätze und Arbeitsbedingungen. Stellenabbau und Arbeitszeiterhöhungen standen im Mittelpunkt der Kritik.
Gewerkschaftschefin Benner nennt Lage beispiellos
IG-Metall-Vorsitzende Benner kritisierte die Situation in der Branche scharf. Sie sprach von einem beispiellosen Angriff auf die Beschäftigten der Automobilindustrie. Die Gewerkschaft sieht die Arbeitgeber in der Pflicht, Verantwortung für die Standorte zu übernehmen.
Strukturwandel belastet die Branche
Die deutschen Automobilhersteller stehen unter erheblichem Druck. Der Übergang zur Elektromobilität, schwächelnde Absatzmärkte und internationale Konkurrenz belasten die Unternehmen. Sparprogramme, Werkschließungen und Stellenabbau stehen bei mehreren großen Herstellern und Zulieferern auf der Agenda.
Bayern ist davon besonders betroffen. Der Freistaat gehört zu den wichtigsten Automobilstandorten Deutschlands. Neben den Herstellern hängen Hunderte Zulieferbetriebe direkt von der Branche ab.
Arbeitgeber und Gewerkschaft weit auseinander
Die Positionen von Arbeitgebern und Gewerkschaft liegen derzeit weit auseinander. Während Unternehmen auf Kostensenkung und Effizienzsteigerung setzen, fordert die IG Metall Investitionen in Beschäftigung und Qualifikation. Eine Einigung ist nicht in Sicht.
Fazit
Die Stimmung in der deutschen Automobilindustrie ist angespannt. Die IG Metall mobilisierte rund 100.000 Beschäftigte an über 200 Standorten. Bayern war mit mehr als 50 beteiligten Betrieben und Aktionen in München und Nürnberg ein Schwerpunkt des Aktionstags.



