Bauwirtschaft

Industriebetriebe in Bayern erhöhen ihre Betriebssicherheit durch klare Verantwortungsstrukturen

Die Industrie ist einer der traditionellen Wirtschaftszweige in Bayern. Sei es die Automobil-, die Luftfahrtindustrie oder andere. Auch, wenn industrielle Produktion bis heute häufig traditionell gedacht wird, so unterliegt sie seit Jahren einem Wandel. Denn auch in den Industriebetrieben wird mehr und mehr auf moderne Arbeitsmodelle gesetzt, die die starren Arbeitszeiten aufbrechen und so für mehr Flexibilität sorgen. Gleichzeitig werden Arbeitshierarchien in vielen Unternehmen abgeflacht. Damit die Industriebetriebe in Bayern weiterhin höchste Betriebssicherheit gewährleisten können, kommt es da umso mehr auf klare Verantwortungsstrukturen an.

Verantwortung und Datenschutz

Auch die Unternehmen des traditionsbewussten Freistaates Bayern müssen sich den neuen rechtlichen Anforderungen anpassen. Unter anderem, wenn es um den Datenschutz geht. Ab einer gewissen Unternehmensgröße muss die Verantwortlichkeit für diesen Bereich klar geregelt und ein Datenschutzbeauftragter ernannt werden.

Das ist ohnehin praktisch, da in großen Industriebetrieben auf so vielen Ebenen mit Daten umgegangen wird. Sei es Kundendaten, interne Unternehmensdaten oder auch Daten, die von Überwachungskameras aufgenommen werden oder für biometrische Schließsysteme abgespeichert werden. Daten bestimmen mittlerweile maßgeblich den Alltag in einem Unternehmen und somit erfordert dieser Bereich auch ein großes Verantwortungsbewusstsein. Nur so können die strengen Auflagen der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) eingehalten werden.

Häufiges Problem: diffuse Sicherheit

Besonders bei jungen und rasant wachsenden Unternehmen kann es passieren, dass das Unternehmen so schnell wächst, dass die Verteilung der Verantwortlichkeiten nicht richtig hinterherkommt. Dieses Problem trifft besonders auf den Datenschutz, aber auch die technologische Sicherheit im Allgemeinen zu. Am Anfang eines Unternehmens reicht es vielleicht aus, wenn jeder Einzelne auf die nötigen Sicherheitsvorkehrungen achtet. Mit der Zeit ändert sich das aber. Gibt es hunderte Mitarbeiter, die allesamt für die Sicherheit zuständig sind, fühlt sich unter Umständen keiner wirklich verantwortlich. Kommt es zu einem Problem, kann das aber sehr wichtig sein.

Viele Unternehmen implementieren daher klare Verantwortlichkeiten. Für die verschiedenen Bereiche, etwa den Datenschutz, die physische Werkshalle, den Produktschutz oder etwaige Gefahrengutlager, werden einzelne Personen ernannt, die fortan für die Sicherheit im jeweiligen Bereich verantwortlich sind. Die Vorteile davon sind zweierlei. Zum einen wird die Umsetzung der Sicherheitsstandards gefördert, da die verantwortliche Person selbst dafür haftet. Aber auch auf ganz praktischer Ebene ist eine klare Verantwortlichkeit hilfreich. Es gibt einen klaren Ansprechpartner, sodass im Ernstfall ein schnellerer Informationsaustausch möglich ist und direkt entsprechende Maßnahmen ergriffen werden können.

Nachvollziehbarkeit von Abläufen

Mit modernen Zugangskontrollen wie Schlüsselkarten oder durch biometrische Daten wie Fingerabdrücke oder Gesichtserkennung können Unternehmen nicht nur für mehr Sicherheit, sondern auch für eine höhere Effizienz sorgen. Auch mit Blick auf die Verantwortungsstrukturen ist das praktisch. Die Verantwortlichen können so sicher sein, dass wirklich nur Mitarbeiter einen Bereich betreten, die auch wirklich dort hingehören. Außerdem erlauben elektronische Zugangssysteme, einen Zugangsverlauf abzurufen. Kommt es zu problematischen Situationen, kann so genau nachverfolgt werden, wer sich zu einem Zeitpunkt in welchem Bereich des Betriebs aufhielt.

Klare Strukturen als wirtschaftliche Strategie

Für die Betriebssicherheit sind klare Verantwortlichkeiten unerlässlich. Aber auch auf wirtschaftlicher Ebene sind klare Zuständigkeiten und Verantwortungsstrukturen gefragt. Zum einen, um bei Lieferketten möglichst effizient zu arbeiten und beim Kauf von Materialien präzise verhandeln zu können. Zum anderen aber auch, weil nur ein aufgeräumtes Unternehmen ohne internes Chaos eine positive Außenwirkung haben kann. Für international agierende Unternehmen ist diese Außenwirkung wie eine Visitenkarte. Und auch die Investoren und Anleger erwarten von einem Unternehmen, dass alles reibungslos läuft. Sie benötigen einen Ansprechpartner, der die Gesamtverantwortung übernimmt, gleichzeitig aber auch in der Lage ist, Zuständigkeiten zu delegieren und dabei verlässliche Mitarbeiter zu erkennen und zum Verantwortlichen zu ernennen. Das ist letztlich die Kunst des Verantwortungsmanagements – auf der einen Seite braucht es klare Leader, gleichzeitig braucht es Flexibilität, um mit den sich verändernden rechtlichen Anforderungen konform zu bleiben.

Ähnliche Artikel

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"