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Interview mit Aleks Lipp, Gründer von li2pps.com

Wenn Märkte sich schneller verändern als die eigene Planung hinterherkommt, brauchen Unternehmen jemanden, der den Überblick behält, die richtigen Menschen an den Tisch holt und Projekte wirklich ins Ziel bringt. Genau an dieser Stelle setzt LI2PPS an, die Beratungsfirma von Aleks Lipp aus der Metropolregion Stuttgart.

Statt nur Konzepte zu schreiben, begleitet Aleks Unternehmen durch Wachstumsphasen, Veränderungen und Krisen. Mit einem Netzwerk aus Spezialisten im Hintergrund und einem zentralen Ansprechpartner im Vordergrund verbindet LI2PPS Strategie, Produktmanagement, Vertrieb, Finanzen, HR und moderne Themen wie KI und Automatisierung zu einem schlüssigen Gesamtpaket. In diesem Interview spricht Aleks darüber, wie sein Ansatz funktioniert, wo Unternehmen sich häufig schwer tun und warum die Region Stuttgart für ihn ein besonderer Standort ist.

Aleks, was macht LI2PPS eigentlich genau und wie erklärst du dein Unternehmen jemandem, der euch zum ersten Mal kennenlernt?

Sehr gern. LI2PPS ist eine Unternehmensberatung, aber nicht in der klassischen Form, in der man einen einzelnen Berater engagiert, der versucht, jedes Thema mitzudenken. In vielen Projekten habe ich erlebt, dass Unternehmen vor allem an Koordination scheitern. Es gibt viele Beteiligte, viele Baustellen, viele Meinungen und am Ende verliert man Zeit und Energie.

Bei uns gibt es einen zentralen Ansprechpartner. In den meisten Fällen bin das ich. Im Hintergrund steht ein Netzwerk aus Spezialisten, die jeweils tiefes Fachwissen in Bereichen wie Strategie, Finanzen, HR, Vertrieb, Digitalisierung, KI oder Mergers and Acquisitions mitbringen. Ich koordiniere diese Experten, halte die Fäden zusammen und sorge dafür, dass alle Maßnahmen auf ein gemeinsames Ziel einzahlen. Das reduziert Reibungsverluste und beschleunigt Entscheidungen und Ergebnisse.

Was unterscheidet deinen Ansatz von klassischer Beratung?

Ich sage oft, dass es mir nicht darum geht, schöne Konzepte zu präsentieren. Mir ist wichtig, dass Ergebnisse entstehen. Viele Beratungen liefern sehr gute Analysen und Modelle, doch in der Umsetzung bleiben Themen liegen. Dann wird diskutiert, dokumentiert und geplant, aber es bewegt sich zu wenig im Alltag der Organisation.

Unser Ansatz ist deutlich praxisnäher. Wir begleiten nicht nur auf Entscheidungsebene, sondern gehen aktiv in die Umsetzung hinein. Wenn nötig, übernehmen wir temporär Managementverantwortung, führen Teams, steuern Projekte und übernehmen klare Ergebnisziele. Beratung endet bei uns nicht mit dem Konzept, sondern beginnt dort erst richtig.

Eure Leistungen reichen von Produktmanagement bis Interim Management und Digitalisierung. Wie stellst du sicher, dass diese Breite nicht oberflächlich wird?

Der wichtigste Punkt ist Ehrlichkeit gegenüber den eigenen Kompetenzen. Ich habe Schwerpunkte im Produkt und Marketingmanagement sowie in der strategischen Unternehmensführung. Für Themen, die darüber hinausgehen, arbeite ich mit ausgewählten Spezialisten zusammen, mit denen ich bereits viele Jahre Projekte umgesetzt habe.

Jeder Experte übernimmt genau den Bereich, den er wirklich tief beherrscht. Meine Rolle besteht darin, die Perspektiven zusammenzuführen, Prioritäten zu setzen und sicherzustellen, dass alle Aktivitäten konsistent bleiben. So vermeiden wir den typischen Effekt, dass jeder isoliert arbeitet. Stattdessen entsteht ein gemeinsamer Lösungsraum, in dem Qualität und Geschwindigkeit zusammenfinden.

Produktmanagement ist ein wesentlicher Schwerpunkt deiner Arbeit. Warum ist dieses Thema für Unternehmen so wichtig?

Produktmanagement ist viel mehr als Featurelisten und Roadmaps. Es ist die Verbindung zwischen Markt, Kunde, Technologie, Vertrieb und Wirtschaftlichkeit. Ein Produkt ist nur dann erfolgreich, wenn es ein reales Problem löst, klar positioniert ist und wirtschaftlich tragfähig bleibt.

In vielen Unternehmen fehlen dafür Transparenz und Struktur. Entscheidungen entstehen aus Bauchgefühl oder aus technischer Begeisterung, ohne den Markt richtig mitzudenken. Wir helfen dabei, Zusammenhänge herzustellen, Prioritäten zu klären und Produkte bewusst zu steuern. Gerade in Branchen mit starkem Wettbewerb entscheidet genau das über langfristigen Erfolg.

In welchen Situationen ist Interim Management aus deiner Sicht besonders sinnvoll?

Interim Management ist dann hilfreich, wenn Unternehmen kurzfristig Führung benötigen und gleichzeitig Veränderung vorantreiben müssen. Das kann eine Wachstumsphase sein, eine Übergangssituation oder eine Restrukturierung. In solchen Momenten reicht es nicht, nur zu verwalten. Man braucht Klarheit, Tempo und Verantwortung.

Als Interim Manager gehe ich voll in die Rolle hinein. Ich übernehme operative Steuerung, treffe Entscheidungen und verantworte Ergebnisse. Für viele Unternehmen ist das ein stabilisierender Faktor, der Zeit verschafft und gleichzeitig Entwicklung ermöglicht.

Welche Bedeutung haben KI und Automatisierung in deinen Projekten?

Eine zunehmend große. Allerdings verstehe ich KI nicht als Trend, sondern als Werkzeug. In vielen Unternehmen gibt es wiederkehrende Aufgaben, ungenutzte Daten und Prozesse, die unnötig komplex sind. Genau dort entstehen große Potenziale.

Wir analysieren zunächst, wo heute Aufwand entsteht und wo Entscheidungen auf unvollständigen Informationen basieren. Erst danach prüfen wir, ob Automatisierung oder KI wirklich sinnvoll ist. Häufig sind es gezielte, pragmatische Schritte, die Teams entlasten und Entscheidungsqualität verbessern. Mir ist wichtig, dass Technologie immer einen konkreten Nutzen stiftet.

Deine Firma ist in der Region Stuttgart verankert. Welche Rolle spielt dieser Standort für dich?

Die Region Stuttgart ist ein sehr besonderes Umfeld. Hier treffen Industrie, Automotive, Mittelstand, Engineering und Innovationsgeist aufeinander. Viele Unternehmen sind technisch stark, strukturiert und gleichzeitig bereit, sich weiterzuentwickeln. Das schafft ideale Voraussetzungen für anspruchsvolle Transformationsprojekte.

Gleichzeitig lebt die Region stark von Beziehungen und Vertrauen. Man begegnet sich auf Augenhöhe, arbeitet langfristig zusammen und entwickelt Projekte Schritt für Schritt weiter. Diese Kultur passt sehr gut zu meiner Arbeitsweise.

Was ist dir persönlich in der Zusammenarbeit mit Kunden am wichtigsten?

Transparenz, Verlässlichkeit und gemeinsame Verantwortung. Ich möchte Projekte so führen, dass man offen über Chancen und Probleme sprechen kann. Mir ist es wichtiger, Themen ehrlich zu adressieren, als sie schönzureden.

Wenn wir zusammenarbeiten, verstehe ich mich nicht als externer Beobachter, sondern als Partner im Unternehmen. Ich übernehme Verantwortung, treibe Entscheidungen voran und stehe auch dann im Projekt, wenn es schwierig wird. Genau das macht für mich eine gute Zusammenarbeit aus.

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