Unternehmen

KiK streicht 150 Filialen: Drei Standorte in München betroffen

Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.

Der Textil-Discounter KiK baut sein deutsches Filialnetz drastisch zusammen. Rund 150 Standorte sollen im Jahr 2026 schließen. Allein in München fallen drei Filialen weg. Dem gegenüber stehen lediglich 15 Neueröffnungen im gesamten Bundesgebiet.

Massiver Rückbau statt Expansion

KiK hatte in den vergangenen Jahren aggressiv expandiert. Das Konzept ging nicht auf. Filialen lagen teils weniger als einen Kilometer voneinander entfernt. Die Kundschaft blieb trotzdem aus. Das Unternehmen zieht nun die Konsequenzen aus dieser Fehlkalkulation.

Ein KiK-Verantwortlicher räumte ein: Die Formel, fünf neue Filialen zu eröffnen und dadurch fünfmal so viele Kunden zu gewinnen, sei nicht aufgegangen. Die Schließungen sind die direkte Antwort auf dieses gescheiterte Wachstumsmodell.

Bayern besonders betroffen

München: Drei Filialen vor dem Aus

In München trifft es gleich drei Standorte. Welche Stadtteile konkret betroffen sind, kommuniziert das Unternehmen schrittweise. Die Schließungen sollen im Laufe des Jahres 2026 vollzogen werden.

Franken: Weitere Standorte dicht

Auch in Franken werden weitere Filialen in der Region geschlossen. Details zu den genauen Standorten werden nach und nach bekannt.

Kein Einzelfall im deutschen Einzelhandel

KiK steht mit diesem Rückzug nicht allein. Auch andere Handelsketten konsolidieren ihr Filialnetz. Die Deko-Kette Depot hat zuletzt 20 weitere Schließungen angekündigt. Der Möbelhändler Roller schloss innerhalb eines Jahres sieben Filialen. In manchen Häusern laufen bereits Räumungsverkäufe.

Der stationäre Einzelhandel steht unter starkem Druck. Hohe Mietkosten, veränderte Einkaufsgewohnheiten und der Wettbewerb durch den Online-Handel machen vielen Ketten zu schaffen. Discounter wie KiK kämpfen mit engen Margen.

150 Schließungen, 15 Neueröffnungen: Die Bilanz ist eindeutig

Das Verhältnis von Schließungen zu Neueröffnungen bei KiK ist deutlich. Auf 150 geschlossene Filialen kommen lediglich 15 neue Standorte. Das entspricht einem Nettoverlust von 135 Filialen allein in Deutschland im Jahr 2026.

KiK betreibt in Deutschland weiterhin mehrere Tausend Filialen. Das Unternehmen bezeichnet die Maßnahme als strategische Bereinigung des Netzes. Schwächelnde Standorte sollen zugunsten profitabler Läden aufgegeben werden.

Fazit

Der Fall KiK zeigt, wie riskant unkontrolliertes Wachstum im Filialgeschäft ist. Die Rechnung für die Überexpansion zahlen nun Standorte in München, Franken und vielen anderen Regionen Deutschlands. Für den bayerischen Einzelhandel ist die Entwicklung ein weiteres Warnsignal.

Ähnliche Artikel

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"