Metall-Tarifrunde: Gewerkschaft verlangt fünf Prozent mehr
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Die Tarifkommission der IG Metall Bayern hat am Dienstag in Reichertshofen ihre Forderungen für die anstehende Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie beschlossen. Die Gewerkschaft verlangt fünf Prozent höhere Entgelte bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 110 Euro steigen.
Forderungen im Detail
Die bayerische IG Metall geht mit einem klar definierten Forderungspaket in die Verhandlungen. Kern ist die fünfprozentige Lohnerhöhung für alle Beschäftigten der Branche.
Ein Teil der erhöhten Ausbildungsvergütung soll zur finanziellen Mobilitätsunterstützung genutzt werden können. Die Gewerkschaft nennt den Erwerb eines Führerscheins als mögliche Verwendung. Die Laufzeit des angestrebten Tarifvertrags beträgt zwölf Monate.
Koordiniertes Vorgehen der Bezirke
Bayern verhandelt als eigenständiger Bezirk, stimmt sich aber mit anderen Regionen ab. Dieses Modell ist in der Metall- und Elektroindustrie etabliert. Häufig endet die Tarifrunde mit einem sogenannten Pilotabschluss, der dann bundesweit übernommen wird.
Arbeitgeber lehnen Forderungen ab
Der Arbeitgeberverband vbm reagierte umgehend ablehnend. Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt bezeichnete die Forderungen als überzogen und wirtschaftlich nicht tragfähig. Er kritisierte, die Gewerkschaft verkenne die heterogene Lage der Metall- und Elektroindustrie.
Die wirtschaftliche Situation in der Branche ist angespannt. Viele Unternehmen kämpfen mit schwacher Nachfrage und hohen Kosten.
Moderate Forderung im Vergleich
Angesichts dieser Lage gilt die Forderung von fünf Prozent als vergleichsweise zurückhaltend. In früheren Tarifrunden hatte die IG Metall teils deutlich höhere Prozentsätze aufgerufen.
Warnstreiks als Druckmittel
Im Tarifstreit kam es bereits zu einer ersten Warnstreik-Welle. Betroffen waren Unternehmen in Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen und Thüringen.
Warnstreiks sind in Tarifrunden der Metallindustrie ein erprobtes Mittel, um vor den eigentlichen Verhandlungsrunden Druck aufzubauen. Längere Arbeitsniederlegungen würden die ohnehin schwächelnde Branche zusätzlich belasten.
Fazit
Die IG Metall Bayern hält an ihrer Forderung von fünf Prozent fest, die Arbeitgeber lehnen diese als unrealistisch ab. Wie weit beide Seiten aufeinander zugehen, entscheidet sich in den kommenden Verhandlungsrunden.



