Gastgewerbe

München schlägt Aschaffenburg: Weißwurst-Preise weit auseinander

München gilt als eine der teuersten Städte Deutschlands. Beim Weißwurstfrühstück gilt das offenbar nicht. Ein Preisvergleich zeigt: Nirgendwo in Bayern zahlen Gäste weniger für das Kultfrühstück als in der Landeshauptstadt. Der Unterschied zu den teuersten Standorten ist erheblich.

München vorn, Aschaffenburg am Ende

Der bayernweite Durchschnittspreis für ein klassisches Weißwurstfrühstück liegt bei 7,10 Euro. Darin enthalten sind zwei Weißwürste, eine Brezn und süßer Senf. München liegt mit 4,84 Euro deutlich darunter. Das ist der günstigste Wert im gesamten Freistaat.

Auf Platz zwei folgt Schweinfurt mit 4,90 Euro. Hof an der Saale kommt auf 5,10 Euro und landet auf Rang drei. Das teuerste Weißwurstfrühstück gibt es in Aschaffenburg. Dort müssen Gäste spürbar tiefer in die Tasche greifen.

Städtevergleich

Mehrere Städte liegen unter dem bayernweiten Schnitt von 7,10 Euro. Schwabach und Coburg kosten je 5,20 Euro. In Rosenheim sind es 5,51 Euro, in Fürth 5,77 Euro.

Weiden in der Oberpfalz kommt auf 6,10 Euro. Nürnberg liegt bei 6,19 Euro, Ansbach bei 6,67 Euro. Alle diese Städte bleiben damit unter dem Landesdurchschnitt. Der Abstand zwischen dem günstigsten und dem teuersten Standort im Freistaat ist beachtlich.

Günstige Adressen auch innerhalb Münchens

Selbst innerhalb Münchens gibt es große Preisunterschiede. Im Wirtshaus Drei Mühlen in der Isarvorstadt etwa kostet das Weißwurstfrühstück 2,95 Euro. Zwei frische Weißwürste und eine Brezn gehören dazu. Das Angebot gilt täglich zwischen 10 und 12 Uhr in der Reifenstuelstraße.

Andere Lokale in der Stadt liegen deutlich höher. Wer das Kultfrühstück am Wasser genießen möchte, findet in der Nähe der Alten Utting ein Angebot unter fünf Euro.

Was hinter dem Ergebnis steckt

Die Untersuchung stammt von der Plattform Traumhausverlosung. Sie hat Preise in bayerischen Städten systematisch erfasst und verglichen. Grundlage war das klassische Set aus zwei Weißwürsten, Brezn und süßem Senf.

Das Ergebnis widerspricht dem verbreiteten Bild von München als Hochpreisstadt. Der Wettbewerb unter den Gastronomiebetrieben ist in München besonders hoch. Weißwürste sind in der Landeshauptstadt ein Massenprodukt mit langer Tradition. Viele Betriebe setzen auf niedrige Einstiegspreise, um Gäste anzulocken.

In kleineren Städten und in Regionen ohne starken gastronomischen Wettbewerb können Wirte höhere Preise durchsetzen. Aschaffenburg als westlichster Zipfel Bayerns liegt geografisch und kulturell etwas abseits des klassischen Weißwurst-Kernlandes.

Fazit

Für das bayerische Kultfrühstück lohnt ein genauer Blick auf die Speisekarte. Im günstigsten Münchner Lokal kostet es unter drei Euro, in manchen anderen Städten liegt der Preis weit über dem Landesdurchschnitt. München ist günstig, Aschaffenburg teuer. Wer sparen will, fährt also in die Landeshauptstadt.

Ähnliche Artikel

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"