Gesundheit

München verliert 21 Apotheken: Versorgung in Gefahr

Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.

München schrumpft beim Apothekennetz. Zwischen 2022 und 2024 sank die Zahl der Standorte von 329 auf 308. Das entspricht einem Rückgang von mehr als sechs Prozent. 17 der 25 Stadtbezirke haben heute weniger Apotheken als noch vor zwei Jahren.

Rückgang mit Folgen für die Fläche

München wächst. Gleichzeitig schließen Apotheken. Die verbleibenden Standorte müssen damit mehr Menschen versorgen.

Besonders betroffen sind Außenbezirke. Dort sind die Wege zu einer Apotheke bereits ohne Schließungen weiter als in der Innenstadt. Jede weitere Schließung verschärft die Lage.

Wer auf regelmäßige Medikamente angewiesen ist, spürt den Unterschied. Ältere Menschen oder Menschen ohne Auto können nicht einfach in einen anderen Stadtteil ausweichen.

Ursachen der Schließungen

Wirtschaftlicher Druck auf Inhaber

Der Apothekenmarkt steht unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. Digitalisierung und neue Wettbewerber verändern das Geschäftsmodell der klassischen Vor-Ort-Apotheke grundlegend.

Viele Apotheken werden von Einzelinhabern geführt. Nachfolger sind schwer zu finden. Wenn ein Inhaber in Rente geht und keine Übergabe gelingt, schließt der Standort dauerhaft.

Hinzu kommen steigende Mietkosten. München gehört zu den teuersten Immobilienmärkten in Deutschland. Für viele Apothekenbetreiber rechnet sich der Standort schlicht nicht mehr.

Politische Debatte ohne klare Lösung

Diskutiert werden Zuschläge für Apotheken in unterversorgten Gebieten sowie eine Umwidmung bestehender Strukturen. Konkrete Beschlüsse fehlen bislang.

Die Investitionen in der Pharmabranche sind rückläufig. Ohne wirtschaftliche Anreize dürften kaum neue Apotheken eröffnen.

Das Versorgungsnetz unter Druck

Die Vor-Ort-Apotheke berät, kontrolliert Wechselwirkungen und liefert im Notfall schnell. Onlinehändler können diese Beratungsleistung nicht vollständig ersetzen.

Der Rückgang in München steht nicht allein. Bundesweit sinkt die Apothekenzahl seit Jahren.

Die Frage ist, wie weit der Rückgang gehen kann, bevor die Versorgung messbar leidet. In München ist man diesem Punkt nähergekommen.

Handlungsbedarf klar, Maßnahmen fehlen

München hat in zwei Jahren 21 Apotheken verloren. Die Versorgung in Außenbezirken verschlechtert sich. Die Bevölkerung wächst, das Apothekennetz schrumpft.

Politische Debatten über Fördermaßnahmen laufen. Wirksame Instrumente fehlen. Solange sich das nicht ändert, dürfte die Zahl der Standorte weiter sinken.

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