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Münchens Wirtschaft setzt Rekordmarken trotz schwierigem Umfeld

München meldet Rekordwerte bei der Beschäftigung und der Gewerbesteuer. Die Stadt führt zugleich das deutsche Start-up-Ranking an. Das geht aus dem Jahreswirtschaftsbericht hervor, der im Ausschuss für Arbeit und Wirtschaft des Stadtrats vorgestellt wurde.

Wirtschaftsleistung über dem Bevölkerungsanteil

München erwirtschaftet 19,0 Prozent des bayerischen Bruttoinlandsprodukts, obwohl die Stadt nur 11,4 Prozent der bayerischen Bevölkerung stellt. Gemessen an der Einwohnerzahl schafft München damit mehr Wertschöpfung als jede andere bayerische Region.

Großunternehmen und eine aktive Gründerszene tragen zu diesem Ergebnis bei. Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft sind in München eng vernetzt.

Start-up-Hauptstadt Deutschland

Im vergangenen Jahr entstanden in der Stadt 290 neue Start-ups, ein Plus von 43 Prozent gegenüber dem Vorjahr. München liegt damit deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt. Im Schnitt entstand fast jeden Tag ein neues Unternehmen.

Qualifizierte Fachkräfte als Standortvorteil

Die hohe Qualifikation der Münchner Fachkräfte gilt als zentraler Standortvorteil. Zahlreiche Hochschulen und Forschungseinrichtungen liefern kontinuierlich gut ausgebildete Absolventen, was Gründer und Investoren anzieht.

Rekord bei Beschäftigung und Gewerbesteuer

Die Beschäftigtenzahlen erreichen laut Jahreswirtschaftsbericht einen historischen Höchststand. Parallel dazu meldet die Stadt Rekordeinnahmen bei der Gewerbesteuer.

Das ist insofern bemerkenswert, als das gesamtwirtschaftliche Umfeld angespannt ist. Der Chef der bayerischen Arbeitsagenturen hatte für 2025 ein schwieriges Jahr prognostiziert. Betriebsschließungen, Insolvenzen sowie Stellenabbau bei Autoherstellern und Industrieunternehmen belasten Bayern.

Bayernweite Belastungen treffen München weniger hart

Zulieferer im Umland leiden unter den Sparmaßnahmen der großen Automobilkonzerne. München ist breiter aufgestellt: Dienstleistungen, Technologie und Finanzen puffern den Einbruch im industriellen Sektor ab.

Spitzenposition unter Druck

Der Mittelstand in Deutschland kämpft mit Bürokratie und stagnierenden Investitionen. Auch in München bremsen hohe Kosten, Regulierung und Fachkräftemangel das Wachstum. Wohnraum bleibt knapp und teuer, was die Gewinnung neuer Talente erschwert.

Der Jahreswirtschaftsbericht zeigt dennoch: München hat seinen Vorsprung gegenüber anderen deutschen Metropolen ausgebaut. Forschungsstärke, Gründerdynamik und eine etablierte Unternehmenslandschaft machen den Unterschied.

Stabile Basis, aber kein Selbstläufer

Beschäftigungsrekord, Gewerbesteuerrekord und Platz eins im Start-up-Ranking sprechen für eine widerstandsfähige Wirtschaft. Herausforderungen bleiben dennoch: Bürokratieabbau, bezahlbarer Wohnraum und Investitionen in Infrastruktur werden darüber entscheiden, ob München seine Spitzenposition langfristig hält.

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