Ölfilm auf der Donau: Passau kämpft gegen Schiffspanne
Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.
Ein Ballasttank-Manöver ist in Passau schiefgegangen. Der Kapitän eines Flusskreuzfahrtschiffs pumpte versehentlich ein Gemisch aus Wasser und Diesel in die Donau. Auf dem Fluss bildete sich ein rund 400 Meter langer Ölfilm. Die Feuerwehr rückte mit Ölsperren an.
Was passierte auf der Donau?
Der Kapitän wollte Wasser aus einem Ballasttank ablassen, um das Schiff wieder auszubalancieren. Der Tank enthielt jedoch kein reines Wasser, sondern ein Gemisch aus Wasser und Dieselkraftstoff.
Das Gemisch gelangte direkt in die Donau. Drohnenaufnahmen der Feuerwehr zeigten den Ölfilm deutlich. Er erstreckte sich von der Anlegestelle bis zur Ortsspitze – rund 400 Meter Flussstrecke mitten durch Passau.
Feuerwehr errichtet Ölsperren
Feuerwehrleute errichteten auf dem Fluss mehrere Ölsperren, um eine weitere Ausbreitung des Gemischs flussabwärts zu verhindern.
Die geringe Fließgeschwindigkeit der Donau kam den Einsatzkräften dabei zugute. Der Fluss führt derzeit Niedrigwasser, was die Ausbreitung des Ölfilms verlangsamte.
Ermittlungen: Wie kam Diesel in den Ballasttank?
Die zentrale Frage ist noch ungeklärt: Wie gelangte Diesel in den Ballasttank? Ballasttanks sind normalerweise ausschließlich mit Wasser befüllt und stabilisieren das Schiff.
Die Polizei ermittelt. Als mögliche Ursachen gelten ein technisches Versagen oder eine falsche Befüllung. Belastbare Ergebnisse liegen noch nicht vor.
Umweltauswirkungen noch unklar
Wie stark die Donau durch den Vorfall belastet wurde, ist offen. Die Behörden prüfen die Auswirkungen auf das Ökosystem. Passau liegt an der Mündung von Inn und Ilz in die Donau, was die Lage ökologisch heikel macht.
Das Niedrigwasser erschwert die Einschätzung zusätzlich: Bei geringer Wasserführung konzentrieren sich Schadstoffe stärker als bei normalem Pegel.
Weiteres Vorgehen
Der Kapitän handelte nach bisherigem Ermittlungsstand ohne Absicht. Die Ursache für den Diesel im Ballasttank ist weiterhin unklar. Die Behörden warten auf die Ergebnisse der Umweltmessungen.


