
Rofu Kinderland: 27 Filialen dicht – Bayern besonders betroffen
Rofu Kinderland schließt infolge der Insolvenz 27 Filialen in Deutschland. In 32 Standorten laufen bereits Räumungsverkäufe. Bayern ist besonders stark betroffen.
Insolvenz zwingt Rofu zum Rückzug
Rofu Kinderland gehörte lange zu den bekanntesten Spielwarenketten in Deutschland. Das Unternehmen betrieb ein dichtes Filialnetz vor allem in Süddeutschland. Nach der Insolvenz steht fest: Ein Großteil der Standorte wird aufgegeben.
27 Filialen werden endgültig geschlossen. In 32 Häusern laufen derzeit Räumungsverkäufe. Fünf dieser Standorte sollen nach aktuellem Stand weitergeführt werden, für die übrigen 27 ist der Betrieb beendet.
Bayern ist besonders stark betroffen. Rofu hatte sein Filialnetz traditionell in Bayern und Baden-Württemberg konzentriert. Viele Märkte befinden sich in mittleren und kleineren Städten.
Räumungsverkäufe laufen bereits
In den betroffenen Filialen haben die Räumungsverkäufe bereits begonnen. Kunden können Spielzeug, Kinderbedarf und weitere Artikel zu reduzierten Preisen kaufen. Eine Wiedereröffnung ist nicht geplant.
Wie lange die Räumungsverkäufe noch laufen, hängt vom jeweiligen Standort ab. Solche Prozesse dauern erfahrungsgemäß mehrere Wochen. Wann die letzten Türen schließen, ist noch nicht für alle Filialen bekannt.
Druck auf den stationären Handel
Rofu Kinderland steht damit nicht allein. Der stationäre Einzelhandel leidet unter Online-Konkurrenz, gestiegenen Miet- und Energiekosten sowie verändertem Kaufverhalten.
Auch andere Handelsketten kämpfen mit ähnlichen Problemen. Der Möbelhändler Roller schloss zuletzt vier weitere Filialen, auch dort laufen Räumungsverkäufe.
Was mit den verbleibenden Filialen passiert
Fünf der 32 Standorte sollen nach bisherigen Plänen erhalten bleiben. Ob diese Zahl hält, ist offen. Der Insolvenzverwalter prüft noch, welche Standorte wirtschaftlich tragfähig sind.
Für Mitarbeiter in den schließenden Filialen bedeutet das Jobverlust. Wie viele Beschäftigte betroffen sind, wurde bisher nicht offiziell mitgeteilt.
Bayerische Innenstädte spüren die Schließungen
Für Bayern bedeuten die Schließungen weitere Leerstände im Einzelhandel. Gerade in mittelgroßen Städten hinterlassen wegbrechende Filialisten deutliche Spuren. Kommunen und Vermieter suchen nach Nachfolgenutzungen.
Alternativen für den Spielwarenkauf werden knapper. Fachhändler vor Ort gibt es kaum noch. Das gilt besonders für Familien auf dem Land.



