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Rofu Kinderland: Investor rettet 77 Filialen, 27 schließen

Der insolvente Spielwarenhändler Rofu Kinderland hat einen Investor gefunden. Die Kids & School Holding GmbH übernimmt wesentliche Teile des Unternehmens. Damit ist die Kette vor einer vollständigen Zerschlagung bewahrt. Doch der Neustart hat einen hohen Preis: Rund 27 der 104 Filialen werden geschlossen. Hunderte Beschäftigte verlieren ihre Stelle.

Insolvenz trifft einen der größten Spielwarenhändler Deutschlands

Rofu Kinderland gehört zu den größten Spielwaren- und Babyfachmärkten im Südwesten Deutschlands. Das Unternehmen betreibt 104 Filialen in sieben Bundesländern. Rund 1.970 Mitarbeiter sind dort beschäftigt. Auch Bayern ist von der Krise betroffen: Mehrere Filialen befinden sich im Freistaat.

Die Insolvenz hatte das Unternehmen in eine schwierige Lage gebracht. Dennoch blieben die Filialen während des Verfahrens geöffnet. Der Betrieb lief weiter, während ein Käufer gesucht wurde.

Kids & School Holding übernimmt den Kern des Unternehmens

Nun steht die Lösung fest. Die Kids & School Holding GmbH hat eine Vereinbarung mit Rofu Kinderland abgeschlossen. Hinter dem Investor steht Geschäftsführer Achim Bauer. Die Holding übernimmt 77 der 104 Filialen. Damit bleibt ein Großteil des Filialnetzes erhalten.

Die verbleibenden rund 27 Standorte werden geschlossen. Das entspricht etwa jedem vierten Geschäft. Welche Filialen konkret betroffen sind, wurde schrittweise bekannt. In Franken sollen mehrere Standorte vor dem Aus stehen.

Bayerischer Markt im Fokus

Auch für den bayerischen Einzelhandel ist der Fall bedeutsam. Rofu Kinderland war in mehreren bayerischen Städten präsent. Welche Standorte im Freistaat schließen müssen, ist noch nicht abschließend geklärt. Die Unsicherheit belastet die betroffenen Mitarbeiter.

Parallel dazu zeigt der bayerische Spielwarenmarkt weitere Bewegung. Die Otto-Group verkauft ihre Spielwarenkette Mytoys. 19 Filialen gehen an den bayerischen Konkurrenten Toysino. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Bayern. Damit wächst ein regionaler Anbieter auf Kosten eines Hamburger Konzerns.

Hunderte Jobs fallen trotz Rettung weg

Die Übernahme durch die Kids & School Holding sichert einen Teil der Arbeitsplätze. Doch für die Beschäftigten der schließenden Filialen gibt es keine gute Nachricht. Mehrere Hundert Stellen fallen nach aktuellem Stand weg. Genaue Zahlen stehen noch aus.

Der Einzelhandel mit Spielwaren steht bundesweit unter Druck. Der Onlinehandel verdrängt stationäre Anbieter. Hohe Kosten und veränderte Kaufgewohnheiten belasten die Branche. Rofu Kinderland ist kein Einzelfall.

Umstrukturierung als einziger Ausweg

Das Insolvenzverfahren zwingt das Unternehmen zur Konsolidierung. Ein schlankes Filialnetz soll die Rentabilität sichern. Die Kids & School Holding setzt auf die verbliebenen 77 Standorte. Ob das Konzept aufgeht, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

Für die Mitarbeiter der weitergeführten Filialen bringt die Übernahme Klarheit. Der Betrieb läuft unter neuem Investor weiter. Kunden sollen die Geschäfte wie gewohnt nutzen können.

Fazit

Rofu Kinderland entgeht der vollständigen Schließung. Der Investor Kids & School Holding rettet 77 Filialen und einen Großteil der Belegschaft. Doch rund 27 Standorte schließen, und Hunderte Mitarbeiter verlieren ihre Arbeit. Die Rettung ist eine Teilrettung. Der stationäre Spielwarenhandel in Deutschland bleibt unter starkem Druck.

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