Shamonda-Virus erfasst Bayerns Rinder- und Schafbestände
Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.
Ein Virus aus Afrika und Asien hat Bayerns Nutztierbestände erreicht. Das Shamonda-Virus befällt Kühe und Schafe in weiten Teilen des Freistaats. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) meldet Nachweise aus fast allen Regierungsbezirken. Lediglich aus Unterfranken liegen bislang keine bestätigten Fälle vor.
Wie das Virus übertragen wird
Das Shamonda-Virus gehört zur Gruppe der Orthobunyaviren. Es wird durch Gnitzen übertragen, kleine blutsaugende Insekten, die vor allem in der Dämmerung aktiv sind. Eine direkte Übertragung von Tier zu Tier ist nach aktuellem Wissensstand nicht möglich.
Das Virus breitet sich von Westen kommend über Bayern aus. Betroffen sind vor allem Rinder- und Schafbetriebe. Im Landkreis Miesbach sind bereits 14 Betriebe gemeldet worden. Auch der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen ist betroffen.
Welche Symptome auftreten
Infizierte Tiere zeigen deutliche Krankheitszeichen: hohes Fieber, Durchfall und ein starker Rückgang der Milchleistung. Für betroffene Milchviehbetriebe bedeutet das spürbare wirtschaftliche Einbußen.
In der Schweiz wurden Shamonda-Infektionen auch bei Pferden festgestellt. Dort sind verstorbene Pferde mit neurologischen Symptomen positiv auf das Virus getestet worden. Die Universität Bern hat dazu eine Veröffentlichung vorgelegt. Ob Pferde in Bayern in ähnlichem Ausmaß betroffen sein könnten, ist derzeit Gegenstand weiterer Untersuchungen.
Gefahr für Menschen
Nach bisherigen Erkenntnissen stellt das Shamonda-Virus keine direkte Gefahr für Menschen dar. Landwirte sollten dennoch erkrankte Tiere umgehend einem Tierarzt vorstellen. Eine gesicherte Diagnose ist nur durch Laboruntersuchungen möglich.
Was Betriebe tun können
Einen zugelassenen Impfstoff gegen das Shamonda-Virus gibt es derzeit nicht. Betriebe können jedoch den Insektenkontakt reduzieren, etwa durch Stallhygiene, den Einsatz von Insektenschutzmitteln und das Aufstallen der Tiere in den Abendstunden, wenn Gnitzen besonders aktiv sind.
Das LGL empfiehlt Tierhaltern, auf Krankheitszeichen in ihren Beständen zu achten. Bei Verdacht auf eine Infektion sollte sofort ein Tierarzt hinzugezogen werden. Proben können zur Labordiagnostik ans LGL eingeschickt werden.
Wirtschaftliche Folgen für Betriebe
Der Milchleistungsrückgang trifft Betriebe in einer ohnehin schwierigen Marktlage. Konkrete Zahlen zu den wirtschaftlichen Schäden liegen noch nicht vor. Je mehr Betriebe betroffen sind, desto größer ist der Druck auf die regionale Milchproduktion.
Für Milchviehbetriebe ist das Virus besonders folgenreich. Neben dem Produktionsausfall entstehen Kosten für Tierarzt, Diagnostik und mögliche Behandlungen. Staatliche Unterstützungsmaßnahmen sind bislang nicht angekündigt worden.
Fazit
Das Shamonda-Virus ist in fast allen bayerischen Regierungsbezirken nachgewiesen. Betroffen sind Kühe und Schafe. Einen Impfschutz gibt es nicht. Insektenkontrolle und rasche tierärztliche Diagnose sind die einzigen verfügbaren Mittel. Die Behörden beobachten die Lage weiter.



