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Tanken im Ausland: Wer in Bayern nahe der Grenze wohnt, spart

Wer in Bayern nahe der Grenze wohnt, zahlt an der Tankstelle spürbar weniger. Der Preisunterschied zu ausländischen Zapfsäulen kann über 50 Cent pro Liter betragen. Für Grenzbewohner lohnt sich der kurze Umweg fast immer. Für Münchner hingegen rechnet sich die Fahrt nur als gezielter Ausflug.

Großer Preisunterschied an der Grenze

Kraftstoff ist in Deutschland deutlich teurer als in vielen Nachbarländern. Der Grund liegt vor allem in der Besteuerung. Deutschland erhebt auf Benzin und Diesel höhere Steuern als etwa Österreich oder Tschechien. Das schlägt sich direkt am Preis nieder.

In Tschechien ist Kraftstoff besonders günstig. Wer dort tankt, kann gegenüber deutschen Preisen erheblich sparen. Auch in Österreich liegt das Preisniveau oft unter dem bayerischen Durchschnitt. Für Bewohner des Bayerischen Waldes, des Innviertels oder des Berchtesgadener Lands kann sich das Tanken im Ausland also lohnen.

Für München gilt: Rechnung machen

Wer in München lebt, hat es schwerer. Die nächste österreichische Grenze liegt rund 100 Kilometer entfernt. Die tschechische Grenze ist noch weiter. Eine extra Fahrt nur zum Tanken verbrennt selbst Sprit und kostet Zeit.

Bei einem normalen Pkw-Tank von 50 Litern ergibt ein Preisvorteil von 50 Cent eine Ersparnis von 25 Euro. Die Anfahrt über mehrere Dutzend Kilometer frisst diesen Vorteil schnell auf. Für Münchner lohnt sich das Günstigtanken daher hauptsächlich dann, wenn ohnehin ein Ausflug in die Grenzregion geplant ist.

Grenzbewohner profitieren am stärksten

Anders sieht es für Menschen in Passau, Freilassing oder Waidhaus aus. Sie erreichen ausländische Tankstellen in wenigen Minuten. Der Umweg beträgt oft nur wenige Kilometer. Hier summiert sich die Ersparnis über das Jahr erheblich.

Wer sein Auto regelmäßig volltankt, kann bei einem Preisunterschied von 50 Cent je Liter und einem 50-Liter-Tank schnell mehrere Hundert Euro pro Jahr sparen. Vorausgesetzt, der Weg zur Grenze ist kurz. Das macht die geografische Lage für Grenzbewohner zu einem echten finanziellen Vorteil.

Worauf Autofahrer achten sollten

Beim Tanken im Ausland gibt es einige Punkte zu beachten. Wechselkurse spielen in Ländern außerhalb des Euroraums eine Rolle. In Tschechien wird in Tschechischen Kronen bezahlt. Kartenzahlung ist an vielen Stationen möglich, aber nicht überall selbstverständlich.

Zudem können Kraftstoffqualitäten leicht variieren. In der Regel entsprechen die Qualitätsstandards in EU-Mitgliedstaaten den deutschen Normen. Dennoch empfiehlt es sich, auf bekannte Tankstellenmarken zu achten. Außerdem können stark frequentierte Grenzstationen zu Stoßzeiten lange Wartezeiten mit sich bringen. Wer das einkalkuliert, vermeidet böse Überraschungen.

Fazit

Das Tanken im Ausland ist für viele Bayern ein konkretes Sparmodell. Grenznah wohnende Autofahrer profitieren klar und dauerhaft. Für Städter aus München oder Nürnberg lohnt sich der Umweg nur bei ohnehin geplanten Fahrten in die Grenzregion. Wer die Rechnung nüchtern aufmacht, erkennt schnell: Entfernung entscheidet über die tatsächliche Ersparnis.

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