Bauwirtschaft

U5-Verlängerung nach Pasing: Bahnhof-Unterführungen eingeschränkt

Der Bahnhof Pasing gehört zu den meistgenutzten Verkehrsknoten im Münchner Westen. Seit 2022 laufen dort die Bauarbeiten für die Verlängerung der U-Bahn-Linie U5. Nun spüren Fußgänger und Radfahrer die Folgen direkt vor Ort: Zwei Unterführungen am Bahnhof sind von den Baumaßnahmen betroffen.

Einschränkungen, aber keine Totalsperrung

Eine vollständige Sperrung der beiden Unterführungen ist nicht geplant. Der Durchgang in Richtung Bahnhofsvorplatz bleibt während der gesamten Bauzeit gewährleistet. Das ist die klare Ansage der Verantwortlichen. Dennoch müssen sich Pendler auf Behinderungen einstellen.

Betroffen sind sowohl der Gleiszugang für den Bahnverkehr als auch der kombinierte Geh- und Radwegtunnel. Beide Unterführungen bleiben offen, jedoch sind Einschränkungen im Durchgangsbereich möglich. Wer täglich den Bahnhof Pasing nutzt, sollte mehr Zeit einplanen.

Schlitzwandarbeiten an der Josef-Felder-Straße

Entlang der Josef-Felder-Straße laufen seit Ende 2025 Schlitzwandarbeiten. Zuvor wurden Spundwände eingebracht. Sie sichern die Straße zur Baugrube hin. Diese Arbeiten sind notwendig, um den künftigen U-Bahnhof unter der Erde errichten zu können.

Die Bauarbeiten schreiten voran. Die Betonarbeiten für die Abschnitte 16 bis 62 des neuen U-Bahnhofs sind bereits abgeschlossen. Ein besonderer technischer Aufwand entsteht durch das Grundwasser, das beim Bau beherrscht werden muss.

Milliardenprojekt mit langer Perspektive

Die U5-Verlängerung ist Teil eines umfassenden Ausbauprogramms für das Münchner U-Bahn-Netz. Die Stadt München plant Investitionen von insgesamt 6,5 Milliarden Euro in den Ausbau des Nahverkehrs. Das Ziel: mehr Mobilität, weniger Stau, weniger Emissionen.

Der Münchner Stadtrat berät zudem über weitere neue U-Bahn-Linien. Die Umsetzung solcher Pläne dauert jedoch Jahre. Die U5-Verlängerung nach Pasing ist eines der aktuell laufenden Großprojekte.

Großbaustellen prägen München im Jahr 2025

Die Baustelle in Pasing ist nicht die einzige Großmaßnahme in der Stadt. Auch im Münchner Süden wird gebaut. Für die neue Tram-Westtangente wird der südöstliche Zugang zum U-Bahnhof Holzapfelkreuth abgerissen und neu errichtet. Das betrifft die Kreuzung Ehrwalder Straße und Fürstenrieder Straße.

In der Ehrwalder Straße ist während der Bauzeit eine Einbahnregelung vorgesehen. Die Waldfriedhof-Unterführung wird im Zuge dieser Maßnahme geschlossen und abgebrochen. Der Umfang der Eingriffe ins Straßennetz ist erheblich.

Die Münchner Verkehrsgesellschaft informiert laufend über aktuelle Störungen und Baustellen. Fahrgäste können sich über den offiziellen Meldeservice der MVG auf dem aktuellen Stand halten.

Fazit

Der U5-Ausbau Richtung Pasing ist ein notwendiger Schritt für die Münchner Verkehrsinfrastruktur. Die Einschränkungen an den Bahnhof-Unterführungen sind spürbar, aber beherrschbar. Wichtig ist: Beide Durchgänge bleiben geöffnet. Pendler sollten sich frühzeitig über mögliche Beeinträchtigungen informieren und Zeitpuffer einkalkulieren.

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