
Unsicherheit am Mahle-Standort Neustadt a. d. Donau: Über 400 Beschäftigte bangen um ihre Arbeitsplätze
Unsicherheit am Mahle-Standort Neustadt a. d. Donau: Über 400 Beschäftigte bangen um ihre Arbeitsplätze
Der Mahle-Standort in Neustadt an der Donau steht vor einer ungewissen Zukunft. Trotz der Übernahme durch den Mutterkonzern bleibt die Beschäftigung von über 400 Mitarbeitenden unsicher. Die Gewerkschaft IG Metall äußert Bedenken hinsichtlich der Standortsicherung und befürchtet, dass der Verkauf der Werkshallen lediglich das Immobilieninteresse des Unternehmens widerspiegelt.
Hintergrund des Unternehmens Mahle
Mahle ist ein international agierender Automobilzulieferer mit Sitz in Stuttgart. Das Unternehmen entwickelt und produziert Komponenten und Systeme für den Verbrennungsmotor sowie für Elektroantriebe. Mit rund 68.000 Beschäftigten an 135 Produktionsstandorten weltweit erwirtschaftete Mahle im Jahr 2024 einen Umsatz von 11,7 Milliarden Euro.
Die Situation am Standort Neustadt a. d. Donau
Der Standort in Neustadt an der Donau beschäftigt über 400 Mitarbeitende und ist auf die Fertigung von Klimageräten spezialisiert. Trotz der Übernahme durch den Mutterkonzern Mahle Behr bleibt die Zukunft des Werks ungewiss. Ein klares Bekenntnis zum Standort fehlt, und wichtige Aufträge laufen 2026 aus.
Verkauf der Werkshallen und die Reaktion der Gewerkschaft
Mahle hat versucht, die Werkshallen in Neustadt an der Donau zu verkaufen. Die Gewerkschaft IG Metall kritisiert dieses Vorgehen und vermutet, dass der Verkauf lediglich dem Immobilieninteresse des Unternehmens dient. Rico Irmischer von der IG Metall äußerte die Befürchtung, dass dies den Standort gefährden könnte.
Proteste und Forderungen der Beschäftigten
Im Juni 2023 beteiligten sich mehrere hundert Beschäftigte an einer Protestkundgebung vor dem Werkstor. Sie forderten ein tragfähiges Zukunftskonzept für den Standort und kritisierten die Untätigkeit des Managements. Peter Meier, Betriebsratsvorsitzender in Neustadt, zeigte sich enttäuscht über die mangelnde Reaktion des Unternehmens und betonte die Bedeutung der Arbeitsplätze für die Beschäftigten und deren Familien.
Auswirkungen der Transformation auf die Automobilindustrie
Die Automobilindustrie befindet sich inmitten eines tiefgreifenden Wandels hin zur Elektromobilität. Dieser Strukturwandel führt zu Veränderungen in der Zulieferindustrie, was sich auch auf Mahle auswirkt. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) prognostiziert, dass bis 2025 mindestens 178.000 Beschäftigte betroffen sein könnten.
Maßnahmen des Unternehmens und Perspektiven
Mahle hat in der Vergangenheit verschiedene Maßnahmen ergriffen, um sich den Herausforderungen der Branche zu stellen. Dazu gehört unter anderem die Anpassung der Produktpalette und die Konzentration auf zukunftsfähige Technologien. Dennoch bleibt die Unsicherheit am Standort Neustadt bestehen, insbesondere im Hinblick auf die Auftragslage und die Sicherung der Arbeitsplätze.
Fazit
Die Beschäftigten am Mahle-Standort Neustadt an der Donau stehen vor einer ungewissen Zukunft. Trotz der Übernahme durch den Mutterkonzern und der Bemühungen des Unternehmens bleibt die Sicherung der Arbeitsplätze fraglich. Die Gewerkschaft und die Belegschaft fordern ein klares Bekenntnis zum Standort und ein tragfähiges Zukunftskonzept, um die Arbeitsplätze langfristig zu sichern.
Quellen
- IG Metall sieht Mahle-Standort Neustadt/Donau gefährdet | charivari (https://www.charivari.com/ig-metall-sieht-mahle-standort-neustadt-donau-gefaehrdet-1109432/?utm_source=openai)
- Mahle Behr in Neustadt geht in Mutterkonzern über – Zittern um 400 Jobs geht aber weiter (https://www.donaukurier.de/lokales/landkreis-kelheim/mutterkonzern-uebernimmt-autozulieferer-in-neustadt-zittern-um-400-jobs-geht-aber-weiter-17623319?utm_source=openai)
- Mahle (Unternehmen) (https://de.wikipedia.org/wiki/Mahle_%28Unternehmen%29?utm_source=openai)



