Gastgewerbe

Wiesn 2026: KI-Kameras gegen Gedränge, Hendl kostet 21 Euro

München rüstet auf. Das Oktoberfest 2026 startet am 19. September mit einem deutlich erweiterten Sicherheitskonzept. Die Stadt München hat die Neuerungen offiziell vorgestellt. Auslöser war ein gefährlicher Vorfall im Jahr 2025.

Beinahe-Massenpanik 2025

Am mittleren Wiesnsamstag 2025 verlor die Stadt zeitweise die Kontrolle über das Festgelände. Besucherströme stauten sich an mehreren Punkten gleichzeitig. Viele Gäste gerieten in Panik. Das Gelände wurde wegen Überfüllung kurzzeitig geschlossen. Solche Szenen soll es 2026 nicht mehr geben.

Wiesn-Chef Christian Scharpf von der SPD beschreibt das Ziel klar: Man wolle frühzeitig erkennen, wo sich Probleme zusammenbrauen, damit punktuelle Überfüllungssituationen künftig verhindert werden können.

Künstliche Intelligenz überwacht das Festgelände

Kern des neuen Sicherheitskonzepts sind KI-gestützte Kameras. Sie analysieren Besucherströme in Echtzeit. Sobald sich zu große Ansammlungen bilden, schlagen sie automatisch Alarm. Das Sicherheitspersonal kann dann gezielt eingreifen.

Alle Kamerabilder laufen in einer neuen Sicherheitszentrale zusammen. Von dort koordiniert ein zentrales Team die Reaktion auf kritische Situationen. Das System soll Engpässe erkennen, bevor sie gefährlich werden.

Weitere Sicherheitsmaßnahmen im Überblick

Neben der Kameratechnik gibt es weitere Anpassungen. Musikzeiten in den Zelten wurden überprüft. Auch die Steuerung der Besucherströme an den Eingängen soll verbessert werden. Details dazu hat die Stadt im Rahmen der offiziellen Präsentation bekanntgegeben.

Preise erreichen neue Höchststände

Wer 2026 auf die Wiesn geht, zahlt mehr als je zuvor. Das gilt vor allem für die klassischen Wiesngerichte. Ein Hendl kostet in diesem Jahr bis zu 21 Euro. Auch die Maß Bier hat eine neue Preisschwelle erreicht.

Die gestiegenen Preise sorgen bei vielen Wiesn-Fans für Unmut. Kritiker sehen darin eine weitere Hürde für Besucher mit normalem Einkommen. Die Wirte verweisen auf gestiegene Einkaufs- und Personalkosten.

Rechtsstreit um zwei Zelte dauert an

Parallel zum laufenden Aufbau des Festgeländes gibt es juristischen Ärger. Rund um zwei Wiesnzelte läuft noch immer ein Rechtsstreit. Details sind öffentlich bislang begrenzt bekannt. Der Streit hat den Aufbau jedoch nicht gestoppt. Die Theresienwiese wird planmäßig hergerichtet.

Sicherheit hat Vorrang, Genuss hat seinen Preis

Das Oktoberfest 2026 steht unter dem Zeichen verschärfter Sicherheitsvorkehrungen. Die Stadt München hat nach dem Vorfall 2025 reagiert. Technologie und Organisation sollen verhindern, dass sich die Situation wiederholt. Wer feiern will, muss dafür tiefer in die Tasche greifen.

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